Ansprache von Mr. Mottaki
Februar 2, 2007 at 8:40 Uhr nachmittags | In Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, Without Clash, World War IV | No Comments
In unseren Ländern ist das Leugnen des Holocaust verboten. Dies hat seinen Sinn und ich möchte weder dem Verbot noch der erwiesenen Tatsache, dass etwa 6 Millionen Juden im zweiten Weltkrieg getötet wurden, widersprechen. In anderen Ländern, Großbritannien oder Amerika, wurden aber keine derartig restriktiven Regelungen wie in den deutschsprachigen Ländern geschaffen.
Obwohl die Äußerungen des iranischen Presidenten Ahmadinedschad betreffend den Holocaust für unsere Begriffe skandalös sind, fallen sie international betrachtet, kaum aus dem Rahmen. Die Aussagen auf manchen Blogs ernst genommen, scheint Präsident Ahmadinedschad so gefährlich wie ein zweiter Hitler. Doch an folgendem Originaldokument gemessen, erscheint dieser Vorwurf nicht berechtigt. Text of Speech By His Excellency Mr. Mottaki
Minister of foreign Affairs Of Islamic Republic of Iran
To The International Conference On Review of the Holocaust: Global Vision
Tehran, Dec 11, 2006, The Institute for Political and International Studies (IPIS)
Ansprache
Bild: Teheran
My date with Barney
Februar 2, 2007 at 3:58 Uhr nachmittags | In Gesellschaft | No CommentsAuf der Suche nach einer Persönlichkeit, die das Weiße Haus nicht kritisiert und mit der Regierungsarbeit einverstanden ist, stieß ich auf diesen entzückenden kleinen Hund:
Wie der Westen von Iraks Ölreichtum profitieren wird
Februar 2, 2007 at 3:50 Uhr nachmittags | In Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, Wirtschaft | No CommentsFolgenden Text fand ich auf der vorzüglichen Seite der Friedensuniversität Kassel von Peter Strutynski, auf der sich ein großes Archiv gut dokumentierter Artikel zum Thema Middle East ebenso wie zu anderen Konflikten und Themen befindet:
Neues Gesetz soll westlichen Konzernen große Anteile an Ölreserven sichern
Zwei Artikeln im Britischen “Independent” vom 7. Januar 2007 ist zu entnehmen, dass die USA nun endlich das neue irakische Ölgesetz unter Dach und Fach bringen wollen, das ihnen langfristig den beherrschenden Einfluss auf den wichtigsten Rohstoff des Landes sichern würde. Der Gesetzentwurf, der wohl im März endgültig vom irakischen Parlament verabschiedet werden soll, entspricht voll und ganz den Wünschen und Interessen der USA und Großbritanniens.
Eingeführt werden die berüchtigten “production-sharing agreements” (PSA) mit Laufzeiten von bis zu 30 Jahren. Bis zur vollen Amortisation des eingesetzten Kapitals dürfen die Konzerne demnach 75 Prozent der Gewinne für sich behalten und auch steuerfrei mit nach Hause nehmen. Danach dürfen sie immer noch 20 Prozent behalten, das ist doppelt so viel wie bei anderen, ebenfalls für die Förderländer schon sehr nachteiligen PSAs, üblich.
Hinzu kommt, dass die Konzerne einen großen Gestaltungsspielraum haben, was das Ausweisen des eingesetzten Kapitals und ihrer laufenden Unkosten angeht. Die hohen Gewinnanteile werden mit dem “hohen Risiko” im Irak begründet. Nun mag das mit der besonderen aktuellen Situation im Land noch zu begründen sein, dieses hohe Risiko aber für 30 Jahre vorauszusetzen, ist unsinnig. Sieht man von der aktuellen Gewalt, ist das Risiko für die Ölförderung nirgendwo so gering wie im Irak.
Außerdem können die Konzerne, welche Verträge abschließen, nicht dazu gezwungen werden, schon in den nächsten Jahren mit der Ölförderung zu beginnen. Wichtig ist für sie (und den USA als ihrem politischen Garanten), zunächst die Kontrolle über den wichtigsten Rohstoff der Welt zu bekommen. Sie können in Ruhe abwarten, bis sich die Lage rund um ihre Ölquellen auf die eine oder andere Weise beruhigt. Ihr Wert wird in einigen Jahren nur noch größer sein. Der Irak aber verliert auf Dauer die Chance, die Souveränität über sein Öl zurückzugewinnen.
Zusatzinformation zum Weiterlesen: Blood and Oil
Bild: EXXON
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