Gefahr im Persischen Golf

März 29, 2007 at 10:11 | In Middle East, Skandale, Waffen, World War IV | Leave a Comment

Nach wie vor stehen die Zeichen im Persischen Golf auf Sturm:

WASHINGTON DC, — The long awaited US military attack on Iran is now on track for the first week of April, specifically for 4 am on April 6, the Good Friday opening of Easter weekend, writes the well-known Russian journalist Andrei Uglanov in the Moscow weekly “Argumenty Nedeli.” Uglanov cites Russian military experts close to the Russian General Staff for his account.

The attack is slated to last for 12 hours, according to Uglanov, from 4 am until 4 pm local time. Friday is the sabbath in Iran. In the course of the attack, code named Operation Bite, about 20 targets are marked for bombing; the list includes uranium enrichment facilities, research centers, and laboratories. (Operation Bite: April 6 sneak attack by US forces against Iran planned, Russian military sources warn, Mon, 26 Mar 2007, Webster G. Tarpley, The Intelligence Daily).

Zur Eskalation des Konfliktes in den letzten Tagen kam es, als 15 Marineangehörigen am Freitag, dem 23.3.2007 vor der Südküste des Irak von Mitgliedern der iranischen Revolutionären Garden gefangen genommen worden. Unklar blieb, ob die Gefangennahme in iranischen oder in irakischen Hoheitsgewässern erfolgt ist. Niemand weiß zur Zeit, wann und unter welchen Bedingungen die Gefangenen, unter denen sich auch eine Frau befindet, wieder freigelassen werden können.

Wie man weiß, sind die Verhältnisse zwischen USA und Teheran seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 unter Ayatollah Khomeini gespannt und von Krisen geprägt. Wesentlich weniger Aufsehen als die spektakuläre Geiselnahme der 50 US-Botschafter in Teheran durch iranische Studenten und die jetzige Gefangennahme der Briten erregte ein Zwischenfall im Persischen Golf, bei dem von dem US-Flugzeugträger VINCENNES aus ein iranischer Airbus abgeschossen wurde:

On 20 April 1988, during Fleet Exercise 88-1, VINCENNES was given unexpected orders to proceed back to San Diego and make preparations to leave on a six month deployment. One month later, the ship entered the Persian Gulf, to become part of the Joint Task Force in the Persian Gulf. During the course of this assignment it made fourteen transits of the Straits of Hormuz in support of Operation Earnest Will.

On July 3, 1988, during Operation Earnest Will, VINCENNES was situated in the Persian Gulf when the cruiser shot down an Iranian commercial Airbus A300B2-202 (Iran Air Flight 655) after mistaking it for an Iranian F-14. The total of 290 dead civilian passengers, included 66 children.

On February 22, 1996, the US agreed to pay Iran $61.8 million in compensation ($300,000 per wage earning victim, $150,000 per non wage earner) for the 248 Iranians killed in the shootdown (Quelle).

Die Grenzen, innerhalb der die Gefangennahme stattfand, sind strittig, da nach dem Iran-Irak-Krieg niemals eine Einigung erfolgte und das Schiff sich angeblich näher der iranischen Küste befand (Quelle).

Ostern im Fernsehen

März 29, 2007 at 9:59 | In Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, World War IV | Leave a Comment

Wie geschmackvoll, den Angriff auf den Iran ausgerechnet zu Ostern anzusetzen! Auf die Gefahr hin, banal zu werden, kam mir der Gedanke, dass Jesus, der Begründer der christlichen Religion vor 2000 Jahren ohne Rechtsschutz gefangen, gefoltert und bestialisch getötet wurde. Das moderne Strafrecht in den europäischen Demokratien unterscheidet sich vom damaligen römischen Recht in erster Linie dadurch, dass jeder Angeklagte das unantastbare Recht auf Verteidigung, auf menschenwürdige Behandlung und Leben besitzt. G.W.B. dreht durch die Art und Weise, wie er mit missliebigen Gefangenen umgeht, die Zeit weit zurück, bis zur Zeit, in der Sandalenfilme spielen.

Von diesen Sandalenfilmen stehen etliche wie „Die 10 Gebote“ oder „Ben Hur“ mit Charlton Heston fast jedes Jahr zur Osterzeit auf dem Programm.

Fast könnte man über diese schönen alten proisraelischen Filme vergessen, dass der jetzige Minister für Strategische Planung und Vize-Regierungschef Israels Avigdor Lieberman ein sehr gefährlicher Mensch ist und dass der Schweizer Friedensforscher und Spezialist für verdeckte Kriegsführung Daniele Ganser als weiterer seriöser Bush-Kritiker die offizielle Darstellung von 9/11 ziemlich gründlich zum Einsturz gebracht hat (siehe auch Posting).

Kinofreunde können sich aber auch daran erinnern, dass Charlton Heston als Schauspieler in dem Science Fiction Thriller „Der Planet der Affen“ mitgewirkt hat. Die traurige Handlung des Filmes besteht darin, dass die Affen die Herrschaft auf der Erde übernahmen, nachdem die Menschheit dumm genug war, durch einen Atomkrieg Zivilisation und Fortschritt ein Ende zu setzen. „Warmonger“, die diesen Film noch nicht gesehen haben, sollten dies dringend nachholen.

Bilder: Ben Hur, Planet of Apes

Four Point Plan For The Middle East

März 29, 2007 at 4:49 | In Gesellschaft, Middle East, Skandale, Without Clash, World War IV | Leave a Comment

Die Ziele und die Vorgangsweise der US-Regierung kurz und humorvoll zu erklären, nahm sich Mrs. Betty Bowers vor. Mit wenigen vergnüglichen Zeichnungen und kurzen Worten fasste sie das Geschehen im Mittleren Osten zusammen:

Four Point Plan For The Middle East

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