Abdul Rashid Dostum

Juli 29, 2007 at 12:38 | In Anachronismen, Middle East, Skandale, USA, World War IV | Leave a Comment

Es fehlt in Afghanistan an verlässlichen Partnern in dieser Region, die abseits von Kabul von verschiedenen Warlords dominiert wird (15.4.2004, CFR). Einer von jenen, die bereit waren, mit dem Westen gemeinsame Sache zu machen, ist der umstrittene Kriegsherr der Uzbeken, Abdul Rashid Dostum. Diese “graue Eminenz” wechselte bereits bis jetzt mehrmals die politische Richtung, arbeitete für die Sowjetunion, für die Nordallianz und anschließend für den CIA.

Bereits in den letzten Jahren verschaffte sich Dostum, was seine Vorgangsweise gegenüber Feinden betrifft, eine eindrucksvolle Bio. Gleich zwei mit seinem “Durchsetzungsvermögen” verknüpfte Ereignisse verschafften ihm sogar den Eingang in die Filmwelt. Eines davon war die Niederschlagung einer Gefängnisrevolte in Nordafghanistan “House of War: Uprising at Mazar-e Sharif” (CNN.com), das andere ein Transport von Gefangenen in Containern “The Convoy of Death” (Video Google, 1.6.2002, Guardian.uk).

Zur Zeit stehen die Absichten dieses eigenwilligen Kriegsherren im Widerspruch zu denen der Zentralregierung und sein Verhalten sorgt gelegentlich für Ärger (29.5.2007, NyTimes.com).

Es kann also gar nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass mit einem “Sieg über die Taliban” alle Probleme eliminiert sind.

Bild: Abdul Rashid Dostum

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