Was die US-Außenpolitik mit Harry Lime zu tun hat

Februar 21, 2008 at 11:57 | In Generell, Middle East, Skandale, USA, World War IV | No Comments

In jedem Krieg gibt es eine Reihe von Personen, die es schaffen, aus dem Leid der betroffenen Menschen Profit zu schinden. Über einen solchen Menschen schrieb auch der bekannte Autor Graham Green in seinem Buch “Der dritte Mann“. Der gleichnamige Film von Carol Reed mit bekannten Schauspielern wie Orson Welles und der mitreißende Soundtrack des Wieners Anton Karas wurde ein Welterfolg.

Zur Handlung: Der Kriegsgewinnler Harry Lime verkauft “gestrecktes” Penicillin zu horrend hohen Preisen an kapitalkräftige Kundschaft. Dabei nahm er in Kauf, dass die gepfuschten und gepanschten Medikamente oft mehr schadeten als nutzen. Als er gemeinsam mit dem amerikanischen Journalisten Martins Holley in einem Wagen des Riesenrads saß, erklärte er seine Philosophie:

Sie (Martins Holley und Harry Lime) blicken auf die aus dieser Höhe winzig wirkenden Menschen hinab, und Harry Lime fragt Holley, ob er 20000 Pfund ablehnen würde, wenn er ihm diesen Betrag für jeden toten “Punkt” da unten böte (Der dritte Mann).



An dieser Stelle sollte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, wie gigantisch hoch die Gewinne im Öl- und Rüstungsgeschäft sind. Es war der frühere US-Präsident Dwight Eisenhower, der bereits 1961 in seiner Abschiedsansprache die Öffentlichkeit das erste Mal vor dem Einfluss des “Militärisch-industriellen Komplex” auf die Demokratie warnte. Er sagte wortwörtlich:

“Until the latest of our world conflicts, the United States had no armaments industry. American makers of plowshares could, with time and as required, make swords as well. But now we can no longer risk emergency improvisation of national defense. We have been compelled to create a permanent armaments industry of vast proportions. Added to this, three and a half million men and women are directly engaged in the defense establishment. We annually spend on military security alone more than the net income of all United States corporations.

Now this conjunction of an immense military establishment and a large arms industry is new in the American experience. The total influence — economic, political, even spiritual –is felt in every city, every Statehouse, every office of the Federal government. We recognize the imperative need for this development. Yet we must not fail to comprehend its grave implications. Our toil, resources, and livelihood are all involved. So is the very structure of our society.

In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist. We must never let the weight of this combination endanger our liberties or democratic processes. We should take nothing for granted. Only an alert and knowledgeable citizenry can compel the proper meshing of the huge industrial and military machinery of defense with our peaceful methods and goals, so that security and liberty may prosper together.


Seine Enkelin, Susan Dwight Eisenhower, unterstützt mit dem Hinweis auf die Bedenken ihres herausragenden Großvaters massiv die Kandidatur des demokratischen Kandidaten Obama Barak (2.2.2008, WashingtonPost.com).

Auch der demokratische Kandidat 2004, Senator John Kerry scheut keine Mühe, die Wähler für Senator Obama Barack zu begeistern.




Inzwischen erscheinen die Bedenken, wie weit die voreilig akzeptierte Unabhängigkeit des Kosowo nationalistische Strömungen anderer Minderheiten in Europa und in anderen Ländern ermutigen könnte, durchaus berechtigt. Auch der kanadische Autor Mahdi Darius Nazemroaya, Mitarbeiter von Prof. Michel Chossudovsky, zog Vergleiche zwischen dem Kosowo und dem Irak und stellte sich auf den Standpunkt, mit der Anerkennung eines unabhängigen Kosowo wäre “Pandoras Büchse” geöffnet (20.2.2008, Globalresearch.ca).

Nicht vergessen: Für die “dort oben” sind wir die Punkte. Es hängt sehr viel von der Integrität jener ab, in deren Hand in Zukunft die Macht liegt.

Bild: Riesenrad

Das Schweigen der Lämmer

Dezember 2, 2007 at 2:05 | In Anachronismen, Middle East, Skandale, USA, World War IV | 2 Comments

Gelegentlich weisen Fans der jetzigen US-Regierung und Befürworter des Irakkrieges darauf hin, dass die Anzahl der Gewalttaten im Irak in den letzten Monaten nachgelassen hätte. Es besteht aber der begründete Verdacht, dass die nachlassende Gewalt im Irak “ethnischen Säuberungen” zu verdanken sein könnte:

Petraeus vergaß, dem Kongress zu berichten, dass die verbesserte Sicherheitslage in Bagdad auf Vertreibungen zurückzuführen ist. Vor dem Krieg waren rund 65 Prozent der Bagdader Bevölkerung sunnitisch, heute ist Bagdad zwischen 75 und 80 Prozent (circa) schiitisch. Die meisten Vertreibungen in Bagdad fanden in den vergangenen vier Jahren statt und waren Zwangsvertreibungen an Sunniten. “Ethnische Säuberungen” aus Sicherheitsgründen sind natürlich nichts, womit man sich brüsten kann (12.9.2007, zmag.de).

Auch Asia Online veröffentlichte einen kritischen Artikel zum gleichen Thema. Darin weist Ali al-Fadhily, der Inter Press Service Korrespondent aus Bagdad der unter der treffenden Überschrift “The silence of the lambs” darauf hin, dass die früheren Wohngebiete in Bagdad, in denen Sunniten und Schiiten untereinander gemischt lebten, jetzt jeweils nur noch von den Angehörigen einer der beiden Konfessionen des Islam bewohnt sind. Jeden Tag werden Leichen unbekannter Personen gefunden, um deren Herkunft sich niemand kümmert. Eine Mitschuld der jetzigen irakischen Regierung an diesen Morden schließt sein Bericht nicht aus (14.11.2007, Atimes.com).

Nach manchen Quellen übersteigt die Anzahl der getöteten Iraker bereits eine Million (just foreign policy.org). Betreffend die gelegentlich kritisierte Lancet-Studie, die im Jahr 2006 eine Anzahl von 600.000 der im 3. Golfkrieg getöteten Iraker angab, wurde immerhin eine Stellungnahme des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs auf der öffentlichen Militärbeobachtungsseite in den USA verlinkt (16.10.2006, Globalsecurity.org). Die Washington Post, die größte Tageszeitung in Washington DC, nahm den Bericht ernst (11.10.2006, Washington Times). Eine andere Studie, die von einer britischen Firma, vom ORB (Opinion Research Business) im September 2007 durchgeführt wurde, verwendete eine andere Methode zur Auszählung, ermittelte damit aber sogar noch höhere Zahlen:

On September 14, 2007, ORB (Opinion Research Business), an independent UK based polling agency, published an estimate of the total casualties of the Iraq war. The figure suggested by ORB, which was based on survey responses from 1,499 adults, stands at 1,220,580 deaths, with a margin of error of 2.5%. This estimate, although conducted independently, and using a different polling methodology, is consistent with the Lancet findings (Wiki).

Bekanntlich starben bereits vor dem jetzigen Irakkrieg nahezu zwei Millionen Menschen im Iraq am bzw. an den Folgen des 2. Golfkrieges (G.W.B. sen. vs. S.H.) bzw. an den Sanktionen (6.3.2001, Netzwerk-Regenbogen.de, 15.6.2002, Embargos.de). Es besteht kein Grund zu der Annahme, dass im Irak die Anzahl der durch Unterversorgung sterbenden Personen während des Krieges abgenommen haben könnte.

Die Anzahl der Flüchtlinge wird, jene innerhalb und außerhalb des Landes zusammengerechnet, mit etwa vier Millionen angegeben (16.4.2007, news.ch). Flüchtlinge leben aber nicht unbedingt sicher. Stark unter Druck geraten sind Minderheiten wie etwa Christen oder Yasiden. Zugenommen hat auch die Gewalt gegen Frauen. Dass in einem Kriegsgebiet alte und schwache Personen früher sterben als in einem Industrieland, müsste eigentlich klar sein. Auf dem Vormarsch nach wie vor ist die Cholera (29.11.2007, CNN.com).

Am meisten schockieren Berichte darüber, dass der Einsatz von DU (Depleted Uranium) die Anzahl der Missbildungen bei Neugeborenen deutlich erhöht und langfristig die Zivilbevölkerung deutlich schädigt. Inzwischen interessieren sich bereits Experten aus etlichen Ländern für die Folgen von Angriffen mit DU auf Bevölkerung und Umwelt (World Uranium Weapons Conference).

Ungefähr davon ausgehend, dass der 2003 begonnene Irakkrieg etwa so viele Menschenleben gefordert haben könnte wie der 2. Golfkrieg, dass obendrein weiterhin auch seit Beginn des Krieges monatlich leicht so viele Menschen wie während der Zeit der Sanktionen gestorben sein könnten und dass zahlreiche Menschen durch den ausbrechenden Bürgerkrieg bzw. zusätzliche missliche Umstände ihr Leben verloren haben, erscheint doch eigentlich die Zahl von etwa einer Million Opfern als durchaus plausibel.

Sämtliche Indizien zusammengenommen, müssten bei weitem ausreichen, um umfangreiche Studien in Auftrag zu geben oder - noch besser - dafür zu sorgen, dass die Angriff auf Afghanistan, den Irak oder auch auf den Libanon die letzten Kriege für lange Zeit waren.

Bilder: Gewehrmündung, Irakkrieg

Über den Reiz verbotener Bücher

Oktober 30, 2007 at 12:12 | In Generell, Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, USA, Verständigung, Without Clash | No Comments

Mit seiner Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie schoss der Begründer der islamischen Revolution im Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini dem Islam ein beachtliches Eigentor. In einer Zeit der Reizüberflutung durch die Medien, in einer Situation, in der Autoren, Journalisten und Hobbyschriftsteller durch Veröffentlichung ihrer Websites, Magazine und Bücher sehr oft vergeblich versuchen, Beachtung zu finden, hätte sich ohne einen zünftigen Skandal rund um sein Werk kaum jemand für Salman Rushies “Satanische Verse” interessiert.

Doch gerade durch die Aufregung, die das Werk durch die Verurteilung durch die Mullahs erzeugte, wurden der Autor der “Satanischen Verse” weltbekannt. Eine vergleichbare Entwicklung der Beachtung durch die Öffentlichkeit findet sich vielleicht noch bei der Erfolgsstory des den katholischen Glaubensbereich betreffenden Buches “Sakrileg” von Dan Brown.

Die Medienberichte betreffend “Sakrileg” gehen übrigens nicht direkt auf eine Verurteilung des Buches durch den Vatikan zurück, sondern auf den Bericht über eine Konferenz, die der Erzbischof von Genua, Kardinal Tarcisio Bertone abhielt. Während des Vortrages wurde auf einige Schwerpunkte des Romans eingegangen und die Empfehlung ausgesprochen, das Buch weder zu lesen noch zu kaufen (16.3.2005, Radio Vatikan). Dies verhinderte weder den Erfolg des Buches und hielt noch nicht einmal geschäftstüchtige Autoren davon ab, “Anti-Sakrileg-Bücher” auf den Markt zu bringen (Sakrileg-Betrug).

Ebenfalls werbewirksam hielt sich das Gerücht, die nette Jugendbuchserie “Harry Potter” von Joanne Kathleen Rowling wäre auf dem Index des Vatikans gelandet. Diese Geschichte bezieht sich auf zwei kurze Briefe, die der jetzige Papst Benedikt IV, damals noch Kardinal Ratzinger im Amt als Präfekt der Glaubenskongregation, an die Potter-Kritikerin Gabriele Kuby (Gabriele Kuby, Harry Potter – gut oder Böse, fe-medienverlag Kisslegg) geschrieben hatte (14.7.2005, Radio Vatikan). Die Originaltexte dieses Briefwechsels können auf der Homepage von Gabriele Kuby eingesehen werden (Gabriele Kuby).

Der Konsultor des Päpstlichen Kultur-Rates, Peter Fleetwood untersuchte das Phänomen Harry Potter dann nochmals und beurteilte es positiv. Der Vatikan veröffentlichte am 20.5.2007 eine Entwarnung (20.7.2005, Radio Vatikan). Gabriele Kuby legte daraufhin Widerspruch ein. Die Diskussion, deren Inhalt vom Erhabenen bei weitem ins Lächerliche kippt, dürfte noch nicht ganz beendet sein (Kath.net). Die Anzahl der Vorbestellungen des siebenten Bandes der Harry Potter-Reihe, “Harry Potter and the Deathly Hollows” erreicht trotzdem schwindelnde Höhen (Pressetext).

Die unterschwelligen Animositäten der Kirche gegen alles “Magische” könnten weit eher als durch die Bücher der englischen Autorin durch den unglücklichen Umstand bedingt sein, dass im Kongo immer wieder Familien ernsthaft glauben, ihre Kinder wären verhext. Solche Kinder werden ausgestoßen, von Scharlatanen “behandelt” und landen letztendlich ausgebeutet und kriminell geworden in großer Anzahl auf Kinshasas Straßen (14.7.2005, Radio Vatikan).

Was Salman Rushdie betrifft, könnten die Mullahs seine Verse, die die Grundfesten des islamischen Glaubens angreifen, nicht mehr zum Verschwinden bringen, selbst dann nicht, wenn es ihnen gelingen würde, Rushdie zu töten. Sie werden sich damit abfinden müssen, dass sie Salman Rushdie durch ihre irrational aggressive Kritik an seinem umstrittenen Buch fast mehr noch zum Erfolg verholfen haben, als der von ihnen geschmähte Autor selbst durch das Schreiben seiner mittlerweile weltweit bekannten Zeilen. Ohne die Drohungen, die der bekannte Schriftsteller von fundamentalistischer Seite erhalten hat, hinunterspielen zu wollen, taten ihm also die Mullahs fast noch einen Gefallen.

Bild: Salman Rushdie

Über “Che”

Oktober 14, 2007 at 12:59 | In Anachronismen, Generell, Gesellschaft, Middle East, Skandale, USA, Verständigung | No Comments

Kaum eine historische Persönlichkeit löste so heftige Emotionen aus wie die des Argentiniers Ernesto Che Guevara. Von den einen nahezu als Messias, als Erlöser verehrt, dämonisieren ihn seine Gegner so weit, dass sie ihn sogar mit Osama bin Laden, Stalin oder gar A.H. vergleichen.

Während sich die Nähe des “Che” zu Stalin nicht leugnen lässt und sich sogar ein Vergleich zwischen ihm und einem der islamistischen Top-Terroristen konstruieren lässt, besteht kein Grund für die Annahme, dass “Che” mit A.H. sympathisiert haben könnte bzw. dass eine Ähnlichkeit zwischen beiden Persönlichkeiten bestand. .

Im Gegensatz zu A.H., der sich feige in seinem Bunker verkroch, gelten sowohl er als auch und etliche andere Islamisten als sehr mutige Kämpfer, die bereit waren bzw. sind, mit ihrem eigenen Leben, für das, woran sie glaubten, gerade zu stehen. Darin besteht vermutlich ein Teil ihrer Ausstrahlungskraft auf unzufriedene Menschen in der ganzen Welt.

Das Gesicht des “Che” könnte eines der bekanntesten der Welt sein. denn sein Portrait diente als Vorlage für farbenprächtige Bilder des berühmten Künstler Andy Warhol . Sogar in dem Musical “Evita” von Andrew Lloyd Webber walzt er kurz über die Bühne, obwohl “Che” in seinem wirklichen Leben mit Evita Peron keinen Kontakt hatte (Siehe auch Posting).

“Che” hasste Juan Peron. Durch seine Südamerikareise, die er antrat, nachdem er sein Medizinstudium in Buenos Aires begonnen hatte, entging er dem Militärdienst. Vermutlich bemerkte der junge Revolutionär, dass Peron mit dem 3. Reich sympathisierte und nach dem Sieg der Alliierten Nazi-Verbrecher ins Land ließ. A.H. war auch ein Feind Stalins. Obwohl sowohl das amerikanische Volk als auch die damalige Regierung A.H. feindlich gegenüberstand, sympathisierten führende Industrielle wie etwa Henry Ford oder Prescott Bush mit dem dritten Reich. “Che” war also vermutlich alles andere als ein Sympathisant des A.H..

Was regte den “Che” überhaupt so auf? Eigentlich erst durch das Fernsehen und durch das Internet dringt langsam, aber sicher die Erkenntnis an die Oberfläche, dass die Politik ebenso wie die Geschäftsgebarung der USA Drittländern gegenüber sehr oft beinhart war. In diesem Sinn störte vielleicht die United Fruit Company, ein riesiger Konzern, der mittlerweile als Chiquita Brands International bekannt ist.

In einem der Länder, in dem diese Firma tätig ist, in Guatemala, wurde die gewählte Regierung von Jacobo Arbenz gestürzt und, ähnlich wie in Chile oder im Iran, durch eine vom CIA gestützte ersetzt (Wiki). Der CIA wurde damals von Allan Welsh Dulles geleitet, dessen Bruder John Foster Dulles damals Außenminister der USA war.

Als Sozialist war “Che” sicherlich Atheist. Obwohl es in Anbetracht der aktuellen politischen Situation im M.E. Sinn macht, Erkenntnisse der modernen Natur- und Religionswissenschaft vermehrt zu bewerben, kann man “Che” als Beispiel dafür sehen, dass jemand fanatisch sein kann, auch wenn der Betreffende nicht religiös ist. Das unterscheidet ihn von den Islamisten.

Angemerkt sei an dieser Stelle auch, dass der Anwendung von WMD´s eigentlich der Islam im Weg steht und dass zwischen dieser Religion und dem Kommunismus grundsätzliche Unterschiede betreffend die Beantwortung ethischer und wirtschaftlicher Fragen bestehen.

Obwohl es deshalb schwierig ist, ihn mit dem Fundamentalisten O.b.L. zu vergleichen, fallen einige Parallelen zwischen “Che” und einem anderen Terroristen, Aiman az-Zawahiri, auf, der ebenso wie “Che” Arzt ist, viele Reisen unternahm und außerdem ein sehr harter Mann ist, dem freilich der Charme und das Charisma des “Che” völlig abgehen.

“Che” ist nicht tot. Es ist richtig, wenn darüber aufgeklärt wird, dass er ein sehr gefährlicher Mensch und absolut kein “Erlöser” war, sondern jemand, der bereit gewesen wäre, den Dritten Weltkrieg zu beginnen, um seine Vorstellungen durchzusetzen. Sein Märtyrertod überstrahlt die Fehler, die er machte. Genauso wenig, wie der Mord an ihm den Mythos rund um seine Person zerstören konnte, könnte der Tod von O.b.L. und Zawahiri “worst case” dazu beitragen, das Verhalten solch gefährlicher Einzelgänger zu idealisieren.

Abgesehen davon ändert es nichts daran, dass die Proteste gegen die USA des “Che” bei näherer Betrachtung durchaus einen bemerkenswerten Hintergrund hatten, wenn auch die Methoden, mit denen dieser kompromisslose Revolutionär vorging, bzw. vorgehen wollte, vollkommen falsch waren.

Diskussionen um die Person des “Che” ordnen denjenigen, der sie führt, sehr schnell als “Links” oder “Rechts” ein. Das ist schade, denn vielleicht hätte es Sinn gemacht, den historischen und wirtschaftlichen Hintergrund der Ländern, die er bereiste, genau zu erforschen, um zukünftige Konflikte wie den jetzigen im M.E. besser einschätzen zu können.

Bilder: Che Guevara

9/11: Anschlag oder kontrollierte Sprengung?

September 1, 2007 at 10:32 | In Gesellschaft, Middle East, Skandale, Videos, World War IV | 4 Comments

In wenigen Tagen jährt sich wieder der 11. September, jener traurige Tag, an dem im Jahr 2001 die Skyline von New York durch Anschläge zerstört wurde. Mittlerweile existieren zu diesem Thema zahlreiche informative Internetseiten, Weblogs und sogar Bücher.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag gar nicht so sehr auf die vielen Ungereimtheiten rund um 9/11 eingehen, sondern nur exemplarisch eines der Details herauszugreifen. Ich fragte mich, wieweit der gelegentlich geäußerte Verdacht zutreffen könnte, dass im WTC bereits vor den Einschlägen Sprengladungen angebracht gewesen sein könnten.

Auch einige Videoclips legen den Verdacht nahe, dass sowohl das WTC1 als auch das WTC2 kontrolliert durch Sprengladungen zum Einsturz gebracht wurden. Doch zunächst einmal ein Blick auf den Zeitplan:

9:59:04 vormittags: Der Südturm des WTC bricht plötzlich zusammen und stürzt unten in die Straßen. Eine massive Staubwolke und Trümmer verhüllen die Sicht. Später wird erklärt, dass der Einsturz nicht durch den Einschlag des Flugzeuges, sondern durch die starke Hitze der in Brand geratenen Brennstoffs verursacht wurde. Das WTC sollte aber eigentlich dem Aufprall einer 707 standzuhalten. Der Tank einer 767 enthält ebenso viel Kerosin.

Seismographen der Universität Kolumbia, Lamont Doherty-Erde Sternwarte in Palisaden, New York, 21 Meilen nördlich vom WTC, zeichneten am 11. September 2001 sehr interessante seismische Aktivitäten auf, für die es immer noch nicht geklärt wurden.

Während die Einschläge der Flugzeuge nur minimale Spitzen verursachte, registrierten die Seimographen zu Beginn jedes Einsturzes außergewöhnliche Spitzen. Beim Einsturz des Südturmes wurde um 9:59:04 ein Beben der Stärke 2,1 gemessen, bei dem des Nordturmes um 10:28:31 eines mit der Stärke 2:3.

Die Spitzen der Aufzeichnungen wurden eindeutig jeweils dann aufgezeichnet, als die Einstürze begannen und nicht, als die fallenden Trümmer auf die Erde aufschlugen.

Diese Unregelmäßigkeiten legen den Gedanken nahe, dass dort, wo die unterstützenden Stahlsäulen des WTC mit dem Fundament verbunden sind, eine Explosion stattgefunden hatte.

Der Einsturz des Südturmes nahm nur 10 Sekunden in Anspruch, während der Einsturz des Nordtumrs um 10:28:31 nur etwa 9 Sekunden benötigte. Dies ist nicht viel mehr, als der freie Fall auf der gleichen Höhe in Anspruch genommen hätte und zeigt, dass wenig Widerstand vorhanden war.

Seismische Störungen wie diese könnten bei einer kontrollierten Sprengung entstehen, zu deren Durchführung zunächst im Fundament eine Sprengladung angebracht wird und dann nach einem durchdachten Plan der Rest vom Sprengstoff so verteilt wird, dass die Stockwerke in sich zusammenstürzen.


911 Truth: Modern Miracle of Science Defies Physics!!


Ein Flugzeug des Typs 767 fasst etwa 90.000 Liter. Das reicht für etwa 12.000 km. Eigentlich ist das nicht so viel, wenn man bedenkt, dass ein großer Tankwagen etwa 65.000 l transportieren kann.

Jene zwei Flugzeuge, American 11 und United 175, die letztendlich in das WTC krachten, starteten auf dem Flughafen in Boston (9/11 report) Richtung Los Angeles. Diese Stadt liegt etwa 4000 km weit entfernt liegt. Manche meinen, der Tank könnte nicht ganz voll gewesen sein, da manchmal nur für den folgenden Flug getankt wird. Außerdem kostet bereits der Start sehr viel Energie. Die Flugzeuge wurden allerdings gleich nach dem Start entführt. Reicht das, um so hohe Gebäude nach einem Anschlag wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen zu lassen? Zu jenen, die sich wunderten, dass das Gebäude zur Gänze einstürzte, gehörte der bekannte Terorist Osama bin Laden.

Der Name bin Laden steht, wie man weiß, auch für den einer mächtigen Baufirma, die in Saudi Arabien beeindruckende Hochhäuser baut. Osama bin Laden kämpfte im Afghanistankrieg gegen die Rote Armee. Die Taliban, in deren Reihen er als gefürchteter Mudschahedin, als Freiheitskämpfer galt, wurden vom CIA und vom ISI, dem pakistanischen Geheimdienst ausgebildet. Wenn jemand etwas von Bauwerken und Sprengsätzen gleichzeitg etwas verstand, war er vermutlich Osama bin Laden. Es gelang mir, auch von ihm eine Stellungnahme im Internet zu finden:

UBL: (…Inaudible…) we calculated in advance the number of casualties from the enemy, who would be killed based on the position of the tower. We calculated that the floors that would be hit would be three or four floors. I was the most optimistic of them all. (…Inaudible…) due to my experience in this field, I was thinking that the fire from the gas in the plane would melt the iron structure of the building and collapse the area where the plane hit and all the floors above it only. This is all that we had hoped for. December 13, 2001, TRANSCRIPT OF USAMA BIN LADEN VIDEO TAPE (Quelle).

Zwischen dem Bekanntwerden der Entführung um 8:31 im Flughafen Boston und dem Einschlag in den Südturm um 8:45 und dem in den Westturm um 9.03 vergingen lange Minuten, in denen nichts unternommen wurde. Eine der größeren Organisationen, die vehement die Ansicht vertritt, dass es sich um einen Insider-Job gehandelt haben könnte, ist die justicefor9/11.org, die harte Kritik an der US-Regierung und der offiziellen Darstellung des Anschlags im Internet veröffentlichte. (911truth.org).


:Justice for 9/11 (Part1, Part 2)



Weniger bekannt als die spektakulären Angriffe auf die Twin Towers wurde die Tatsache, dass das WTC7, ein Gebäude, das hinter den großen Zwillingstürmen kaum zu sehen war, ebenfalls auf mysteriöse Art einstürzte. Aus welchen Gründen auch immer wurde dier Einsturz des WTC7 im BBC ebenso wie im CNN der Einsturz des WTC7 in den Nachrichten bereits gemeldet, noch bevor das Gebäude kollabierte.


BBC Reports Live that WTC7 has fallen, yet it still stands


In Anbetracht der Umstände ließ sich Senator John Kerry, der sich 2004 ebenfalls um das Präsidentschaftsamt beworben hatte, zu der Erklärung hinreißen, dass das WTC7 mit einer “Controlled Demolition” zum Einsturz gebracht wurde.


John Kerry says building 7 controlled demolition


Senator John Kerry was questioned about the collapse of WTC Building 7 during an appearance at Book People in Austin, Texas. Kerry responded: “I do know that that wall, I remember, was in danger and I think they made the decision based on the danger that it had in destroying other things– THAT THEY DID IT IN A CONTROLLED FASHION.”

Kann man es wirklich beweisen, dass die US-Regierung mit der offiziellen Darstellung die Öffentlichkeit belog? Viele behaupten es und arbeiten daran, ihre Anschuldigungen hieb- und stichfest zu gestalten. Insgesamt gesehen ist viel zu viel Material vorhanden, um sämtliche Zweifel lediglich als Verschwörungstheorien abhaken zu können. Das Profil jener Wissenschafter und Gesellschaftskritiker entspricht nicht dem jener Schriftsteller, die zur eigenen und ihrer Leser Freude immer wieder sehr spannende Bücher schreiben. Die Akten sind noch lange nicht geschlossen.

Gerhoch Reisegger: Zweifel an 9/11

August 30, 2007 at 2:27 | In Middle East, Skandale, USA, World War IV | No Comments

In diesem Beitrag möchte ich auf das Buch “Wir werden schamlos irregeführt“, Hohenrain-Tübingen, 2003 hinweisen, das nicht nur in einem Abschnitt ganz detailliert auf den Ablauf der Ereignisse 9/11 eingeht, sondern auch das wirtschaftliche und politische Umfeld der US-Außenpolitik unter der Präsidentschaft von G.W.B. genau beschreibt. Dabei analysiert der Autor, Ing. Gerhoch Reisegger die Motive ebenso wie die geschaffenen “Rechtsgrundlagen” des Irakkrieges und geht auch auf theoretische Hintergründe ein, wie etwa den “Clash of Civilisations” (CoC) von Samuel P. Huntington ebenso wie auf die Überlegungen des Politikwissenschaftlers Zbigniew Brzezinski.

Während etliche Bücher betreffend “Bush-Bashing” flüssig und spannend geschrieben sind, muss man sich bei Gerhoch Reisegger anstrengen, um seinen trockenen, mich Fachausdrücken, Fußnoten und Quellenangaben gespickten Ausführungen folgen zu können. Doch es ist fast nicht nötig, das Buch fertig zu lesen. So schnell, wie die Twin Towers bei den Anschlägen einstürzten, vermittelt der Autor die Überzeugung, dass - sehr milde ausgedrückt - die offizielle Darstellung der US-Regierung über deren Konflikte mit den islamischen Ländern nicht mit den Fakten überein stimmt.

Gerhoch Reisegger arbeitet als selbständiger Unternehmensberater. Zuvor war er Geschäftsführer eines Mathematik-Unternehmens und führte als Marketing-Direktor eine Tochterfirma eines US-Computerkonzerns. Er erreichte beim österreichischen Bundesheer den Grad als Reserve-Offizier. Er studierte Physik an der Technischen Universität Wien. Außerdem kann Gerhoch Reisegger auf langjährige Auslandstätigkeit in der Computerbranche hinweisen. Seit Jahren publiziert er zu wirtschafts- und geopolitischen Themen und hält auch Vorträge.

Vom ihm erhältlich ist noch ein weiteres Buch zu 9/11, und zwar “11. September: Die Bildbeweise“, Hohenrain, Tübingen, 2007, dem sogar eine CD beigelegt ist.

Bilder: Wir werden schamlos irregeführt , 11. September: Die Bildbeweise

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