Ist das Waffengesetz in den USA zu liberal?

März 25, 2008 at 5:58 | In Anachronismen, Gesellschaft, USA, Waffen | No Comments

Bekanntlich ist das Recht eines US-Bürgers, eine Waffe zu tragen, in der Konstitution verankert. Stellungnahmen von Europäern in diesem Zusammenhang sind für die Entscheidungsfindung in den USA weder relevant noch gefragt. Bis jetzt war es immer nur eine Frage der Zeit, dass Entwicklungen aus den USA herüber in die europäischen Länder schwappten. Man denke in diesem Zusammenhang auch an die Online-Überwachung. Deshalb ist es allemal interessant, sich sämtliche Argumente für und gegen privaten Waffenbesitz genau anzusehen.

Die Argumente der Befürworter der Liberalisierung sind schnell aufgezählt. So hebt in Österreich die Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in einer Aussendung die Vorteile der Selbstverteidigung hervor (IWÖ). Ein Verbot der Pumpguns erreichte angeblich nur, dass ein Großteil der Waffen illegal weiter verwendet wurden. Dem kann aber entgegengehalten werden, dass es nicht gerade für die Integrität der Waffenbesitzer spricht, wenn von den 40.000 vergebenen Pumpguns nach deren Verbot nur etwa 2000 wieder eingesammelt werden konnten. Im Bericht wird auch darauf hingewiesen, wie verhältnismäßig leicht es ist, auf dem Schwarzmarkt an Waffen heranzukommen. Dieses Problem ist noch verhältnismäßig neu und entstand im Zusammenhang mit der Öffnung nach Osten.

In England ebenso wie in Australien stieg die Anzahl der bewaffneten Überfälle, nachdem privater Waffenbesitz stark eingeschränkt wurde. Diese Angaben sind allerdings ernste Hinweise auf Schwierigkeiten, die durch die Beschränkung des Waffenbesitzes für mündige Bürger entstehen können, wenn kein alternatives Sicherheitskonzept erstellt wird.

Die Gegner der Liberalisierung des Waffenbesitzes warten ihrerseits sehr wohl mit ernsten Argumenten auf. Es ist nicht richtig, dass die Thesen der National Rifle Association (NRA) überall und grundsätzlich Beifall findet (24.11.1996, CNN.com). Die Diskussion wäre niemals über den Ozean gedrungen, stünden sich nicht sogar in den USA gelegentlich Befürworter und Gegner der Liberalisierung vor Gericht gegenüber (13.3.2008, CNN.com). Über den Verlauf der Verhandlungen am Obersten Gerichtshof über die Frage, wie weit der Staat den Waffenbesitz von Privatpersonen regulieren darf, wurde auch in der New York Times berichtet (18.3.2008, NyTimes.com). Die Kritik an der National Rifle Association stammt nicht aus Europa, sondern ursprünglich aus den USA. Besonders bekannt wurde in diesem Zusammenhang jene Szene im Film “Bowling for Colombine” von Michael Moore, in der Charlton Heston interviewt wird.

Wenn es so wäre, dass das Ausmaß an Bewaffnung bei Tötungsdelikten überhaupt keine Rolle spielt, gäbe es noch nicht einmal in den USA Regelungen, die über die Art der Schusswaffen die verkauft/nicht verkauft werden dürfen, genau Auskunft geben. So beschränkte bereits der Federal Assault Weapons Ban 1994 den Verkauf halbautomatischer Waffen (Wiki) . Auch jetzt ist der Besitz und der Verkauf von Waffen nicht so völlig freigegeben, wie es auf ersten Blick aussieht (Wiki). Die Einführung solcher Regelungen widerspricht aber ganz erheblich der Theorie, dass die Anzahl der Tötungsdelikte von der Kapazität der zum Töten geeigneten Waffen unabhängig ist.

Die Einführung eines Psychotestes für Waffenbesitzer bewährte sich nicht, die Anwärter suchten sich eben, wenn sie das gewünschte Gutachten nicht bekamen, einen anderen Psychiater. Einer der befragten Experten ging davon aus, dass etwa 10% der Waffenbesitzer zu labil wäre, eine Waffe zu führen. Ohne solide Ausbildung und permanentes Training nutzt im Ernstfall eine Waffe dem Besitzer nichts, behauptete ein anderer. Kurz, die Initiative Waffen Weg listet sehr wohl etliche Standpunkte auf, die durchaus geeignet sein könnten, dass auch dieser Seite der Diskussion mehr Salonfähigkeit eingeräumt wird als bisher ((Initiative Waffen weg).

Die “Antiwaffenlobby” hätte keine “Munition” gegen Waffenbesitzer, wenn diese nicht erster Linie unerfreuliche Vorfälle für Schlagzeilen sorgten. So kam es unter anderem zu einem extrem scheusslichen Vorfall. Ein Familienvater drehte durch und erschoss, bevor er Selbstmord beging, sechs Personen, darunter auch ein dreijähriges Mädchen (14.11.2007, Salzburg24.at).

Auch sonst hört und liest man immer wieder Berichte, die für Bestrebungen nach einer Liberalisierung des Schusswaffenbesitzes alles andere als eine Reklame darstellen. Angefangen von Unfällen mit Schusswaffen bei der Jagd (Jagdunfälle 1999-2002) oder beim Reinigen des Gewehrs (krone.at) bis dahin, dass ein Sadist arme Katzen abgeknallt hat (14.10.2007, wuff.de), gab es im Schnitt nichts Gutes zu berichten. In einem besonders originellen Fall löste sogar ein Hund einen Schuss aus und traf zwei ältere Damen (wuff.de)!

Großes Aufsehen erregte das Massaker an der Virginia Tech Universität am 7. April 2007. Dabei erschoss ein Student gleich 32 Personen, bevor er sich selbst tötete. Er hätte eigentlich keine Schusswaffe besitzen dürfen, denn er befand sich zu einem früheren Zeitpunkt in psychiatrischer Behandlung. Die Waffengesetze wurden später verschärft (9.1.2008, DiePresse.com).

Gesetze, die regeln, wer nun überhaupt eine Waffe besitzen darf, müssen aber auch überwacht werden. Überwacht müsste eigentlich aber auch werden, dass die verkauften Waffen stets sicher verwahrt sind. Laufend in die Überwachung mit einbeziehen müssten die Verantwortlichen ebenfalls, ob der Waffenbesitzer auch noch Jahre nach dem Kauf körperlich und geistig fit genug ist, um eine Schusswaffe sicher zu führen.

Sinnvoll wäre es auch, immer wieder zu kontrollieren, ob sich die Waffen nach dem Kauf noch immer in den Händen des legitimen Besitzers befinden oder aber inzwischen verloren, gestohlen oder gar verkauft wurden. Nach dem Tod des Besitzers müssten ohnehin sämtliche Waffen eingezogen und vernichtet werden, um zu verhindern, dass diese in die Hände von ungeeigneten Erben gelangen.

Insgesamt also entstünde durch die Liberalisierung des Waffenbesitzes ein erheblicher Verwaltungsaufwand. Nicht nur für den Bürger, der sich bewaffnen will, entstehen durch die Ausgaben für die Schusswaffe, für Munition und Training erhebliche Kosten, sondern auch für die Gesellschaft. Zusätzlich steigt mit jeder Schusswaffe, die vergeben wird, das Risiko für einen Unfall.

Im Fall eines Einbruches rät die Polizei im Zweifel eher dazu, sich ruhig zu verhalten und diskret über Telefon oder Handy Hilfe anzufordern, anstatt sich auf einen Zweikampf mit einem Einbrecher einzulassen. Dieser könnte ja, in die Enge getrieben, erst recht gefährlich werden. Körperlich und auch, was den Umgang mit Waffen betrifft, ist er vermutlich dem Durchschnittsbürger ohnehin überlegen. Unter dem Stichwort “Einbruchschutz” finden sich im Internet  eine ganze Reihe von baulichen Maßnahmen, die geeignet sind, die Interessen friedlicher Bürger zu schützen (Polizei aktiv).

Unabhängig davon, ob der friedliche Bürger eine Waffe besitzt oder nicht, sollte sein Haus oder seine Wohnung auch dann vor Einbrechern geschützt sein, wenn dieser gerade weg ist. Wie schrecklich ist doch der Gedanke daran, dass während der eigenen Abwesenheit jemandt einbricht, Computer, Wertsachen, Bilder stieht und dabei die ganze Wohnung auf den Kopf stellt. Viel schlimmer noch ist der Gedanke daran, dass ein Überfall gerade dann statt finden könnte, während Kinder im Haus oder in der Wohnung allein sind. Es stehen einem die Haare zu Berge, wenn man bedenkt, was in einem solchen Fall alles passieren kann.

Die Antwort darauf, wie weit in einem Land privater Waffenbesitz zugelassen werden soll, geht alle etwas an. Kann sich insgesamt in einer Gesellschaft, in der in großem Ausmaß Waffen an Zivilisten verkauft werden, noch jemand davor drücken, selbst eine Waffe zur Selbstverteidigung zu erwerben? Auch dann, wenn er Waffen oder Waffenbesitz eigentlich ablehnt? Diese Frage stellt sich auch, wenn sehr viele Waffen illegal im Umlauf sind. Nicht unterschätzt werden sollte der bereits oben angesprochene Verwaltungsaufwand, der zusammen mit der großzügigen Freigabe des Verkaufes an Privatpersonen unweigerlich anfällt. Sollte es überwiegend erwünscht sein, die Anzahl der ausgegebenen bzw. illegal vorhandenen Waffen relevant zu reduzieren, müssen vermutlich genug alternative Maßnahmen gesetzt werden, um das zunächst entstehende Sicherheitsvakuum zu kompensieren. Regelungen, die bestimmen wie weit der Besitz von Waffen liberalisiert werden soll, betreffen die ganze Gesellschaft und müssen deshalb gemeinsam beschlossen werden.

Mitglieder der Waffenlobby versuchen gelegentlich, Kritik an der Liberalisierung der Waffenbesitzes von vornherein mit dem Argument abzuwürgen, diese wäre nicht demokratisch. Das ist nicht richtig.Es ist weit überzogen, jeden Protest gegen privaten Waffenbesitz als Angriff auf die Rechte freier Bürger zu werten. Solange die Waffenlobby und die die Anti-Waffenlobby in einer Gesellschaft gleichermaßen ihre Argumente einbringen und auf Stimmenjagd gehen kann, besteht keine Gefahr, dass dadurch Bürgerrechte eingeschränkt werden könnten. Mögen die Besten gewinnen!

Bilder: Emblem der National Rifle Association

Über den Reiz verbotener Bücher

Oktober 30, 2007 at 12:12 | In Generell, Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, USA, Verständigung, Without Clash | No Comments

Mit seiner Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie schoss der Begründer der islamischen Revolution im Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini dem Islam ein beachtliches Eigentor. In einer Zeit der Reizüberflutung durch die Medien, in einer Situation, in der Autoren, Journalisten und Hobbyschriftsteller durch Veröffentlichung ihrer Websites, Magazine und Bücher sehr oft vergeblich versuchen, Beachtung zu finden, hätte sich ohne einen zünftigen Skandal rund um sein Werk kaum jemand für Salman Rushies “Satanische Verse” interessiert.

Doch gerade durch die Aufregung, die das Werk durch die Verurteilung durch die Mullahs erzeugte, wurden der Autor der “Satanischen Verse” weltbekannt. Eine vergleichbare Entwicklung der Beachtung durch die Öffentlichkeit findet sich vielleicht noch bei der Erfolgsstory des den katholischen Glaubensbereich betreffenden Buches “Sakrileg” von Dan Brown.

Die Medienberichte betreffend “Sakrileg” gehen übrigens nicht direkt auf eine Verurteilung des Buches durch den Vatikan zurück, sondern auf den Bericht über eine Konferenz, die der Erzbischof von Genua, Kardinal Tarcisio Bertone abhielt. Während des Vortrages wurde auf einige Schwerpunkte des Romans eingegangen und die Empfehlung ausgesprochen, das Buch weder zu lesen noch zu kaufen (16.3.2005, Radio Vatikan). Dies verhinderte weder den Erfolg des Buches und hielt noch nicht einmal geschäftstüchtige Autoren davon ab, “Anti-Sakrileg-Bücher” auf den Markt zu bringen (Sakrileg-Betrug).

Ebenfalls werbewirksam hielt sich das Gerücht, die nette Jugendbuchserie “Harry Potter” von Joanne Kathleen Rowling wäre auf dem Index des Vatikans gelandet. Diese Geschichte bezieht sich auf zwei kurze Briefe, die der jetzige Papst Benedikt IV, damals noch Kardinal Ratzinger im Amt als Präfekt der Glaubenskongregation, an die Potter-Kritikerin Gabriele Kuby (Gabriele Kuby, Harry Potter – gut oder Böse, fe-medienverlag Kisslegg) geschrieben hatte (14.7.2005, Radio Vatikan). Die Originaltexte dieses Briefwechsels können auf der Homepage von Gabriele Kuby eingesehen werden (Gabriele Kuby).

Der Konsultor des Päpstlichen Kultur-Rates, Peter Fleetwood untersuchte das Phänomen Harry Potter dann nochmals und beurteilte es positiv. Der Vatikan veröffentlichte am 20.5.2007 eine Entwarnung (20.7.2005, Radio Vatikan). Gabriele Kuby legte daraufhin Widerspruch ein. Die Diskussion, deren Inhalt vom Erhabenen bei weitem ins Lächerliche kippt, dürfte noch nicht ganz beendet sein (Kath.net). Die Anzahl der Vorbestellungen des siebenten Bandes der Harry Potter-Reihe, “Harry Potter and the Deathly Hollows” erreicht trotzdem schwindelnde Höhen (Pressetext).

Die unterschwelligen Animositäten der Kirche gegen alles “Magische” könnten weit eher als durch die Bücher der englischen Autorin durch den unglücklichen Umstand bedingt sein, dass im Kongo immer wieder Familien ernsthaft glauben, ihre Kinder wären verhext. Solche Kinder werden ausgestoßen, von Scharlatanen “behandelt” und landen letztendlich ausgebeutet und kriminell geworden in großer Anzahl auf Kinshasas Straßen (14.7.2005, Radio Vatikan).

Was Salman Rushdie betrifft, könnten die Mullahs seine Verse, die die Grundfesten des islamischen Glaubens angreifen, nicht mehr zum Verschwinden bringen, selbst dann nicht, wenn es ihnen gelingen würde, Rushdie zu töten. Sie werden sich damit abfinden müssen, dass sie Salman Rushdie durch ihre irrational aggressive Kritik an seinem umstrittenen Buch fast mehr noch zum Erfolg verholfen haben, als der von ihnen geschmähte Autor selbst durch das Schreiben seiner mittlerweile weltweit bekannten Zeilen. Ohne die Drohungen, die der bekannte Schriftsteller von fundamentalistischer Seite erhalten hat, hinunterspielen zu wollen, taten ihm also die Mullahs fast noch einen Gefallen.

Bild: Salman Rushdie

Über “Che”

Oktober 14, 2007 at 12:59 | In Anachronismen, Generell, Gesellschaft, Middle East, Skandale, USA, Verständigung | No Comments

Kaum eine historische Persönlichkeit löste so heftige Emotionen aus wie die des Argentiniers Ernesto Che Guevara. Von den einen nahezu als Messias, als Erlöser verehrt, dämonisieren ihn seine Gegner so weit, dass sie ihn sogar mit Osama bin Laden, Stalin oder gar A.H. vergleichen.

Während sich die Nähe des “Che” zu Stalin nicht leugnen lässt und sich sogar ein Vergleich zwischen ihm und einem der islamistischen Top-Terroristen konstruieren lässt, besteht kein Grund für die Annahme, dass “Che” mit A.H. sympathisiert haben könnte bzw. dass eine Ähnlichkeit zwischen beiden Persönlichkeiten bestand. .

Im Gegensatz zu A.H., der sich feige in seinem Bunker verkroch, gelten sowohl er als auch und etliche andere Islamisten als sehr mutige Kämpfer, die bereit waren bzw. sind, mit ihrem eigenen Leben, für das, woran sie glaubten, gerade zu stehen. Darin besteht vermutlich ein Teil ihrer Ausstrahlungskraft auf unzufriedene Menschen in der ganzen Welt.

Das Gesicht des “Che” könnte eines der bekanntesten der Welt sein. denn sein Portrait diente als Vorlage für farbenprächtige Bilder des berühmten Künstler Andy Warhol . Sogar in dem Musical “Evita” von Andrew Lloyd Webber walzt er kurz über die Bühne, obwohl “Che” in seinem wirklichen Leben mit Evita Peron keinen Kontakt hatte (Siehe auch Posting).

“Che” hasste Juan Peron. Durch seine Südamerikareise, die er antrat, nachdem er sein Medizinstudium in Buenos Aires begonnen hatte, entging er dem Militärdienst. Vermutlich bemerkte der junge Revolutionär, dass Peron mit dem 3. Reich sympathisierte und nach dem Sieg der Alliierten Nazi-Verbrecher ins Land ließ. A.H. war auch ein Feind Stalins. Obwohl sowohl das amerikanische Volk als auch die damalige Regierung A.H. feindlich gegenüberstand, sympathisierten führende Industrielle wie etwa Henry Ford oder Prescott Bush mit dem dritten Reich. “Che” war also vermutlich alles andere als ein Sympathisant des A.H..

Was regte den “Che” überhaupt so auf? Eigentlich erst durch das Fernsehen und durch das Internet dringt langsam, aber sicher die Erkenntnis an die Oberfläche, dass die Politik ebenso wie die Geschäftsgebarung der USA Drittländern gegenüber sehr oft beinhart war. In diesem Sinn störte vielleicht die United Fruit Company, ein riesiger Konzern, der mittlerweile als Chiquita Brands International bekannt ist.

In einem der Länder, in dem diese Firma tätig ist, in Guatemala, wurde die gewählte Regierung von Jacobo Arbenz gestürzt und, ähnlich wie in Chile oder im Iran, durch eine vom CIA gestützte ersetzt (Wiki). Der CIA wurde damals von Allan Welsh Dulles geleitet, dessen Bruder John Foster Dulles damals Außenminister der USA war.

Als Sozialist war “Che” sicherlich Atheist. Obwohl es in Anbetracht der aktuellen politischen Situation im M.E. Sinn macht, Erkenntnisse der modernen Natur- und Religionswissenschaft vermehrt zu bewerben, kann man “Che” als Beispiel dafür sehen, dass jemand fanatisch sein kann, auch wenn der Betreffende nicht religiös ist. Das unterscheidet ihn von den Islamisten.

Angemerkt sei an dieser Stelle auch, dass der Anwendung von WMD´s eigentlich der Islam im Weg steht und dass zwischen dieser Religion und dem Kommunismus grundsätzliche Unterschiede betreffend die Beantwortung ethischer und wirtschaftlicher Fragen bestehen.

Obwohl es deshalb schwierig ist, ihn mit dem Fundamentalisten O.b.L. zu vergleichen, fallen einige Parallelen zwischen “Che” und einem anderen Terroristen, Aiman az-Zawahiri, auf, der ebenso wie “Che” Arzt ist, viele Reisen unternahm und außerdem ein sehr harter Mann ist, dem freilich der Charme und das Charisma des “Che” völlig abgehen.

“Che” ist nicht tot. Es ist richtig, wenn darüber aufgeklärt wird, dass er ein sehr gefährlicher Mensch und absolut kein “Erlöser” war, sondern jemand, der bereit gewesen wäre, den Dritten Weltkrieg zu beginnen, um seine Vorstellungen durchzusetzen. Sein Märtyrertod überstrahlt die Fehler, die er machte. Genauso wenig, wie der Mord an ihm den Mythos rund um seine Person zerstören konnte, könnte der Tod von O.b.L. und Zawahiri “worst case” dazu beitragen, das Verhalten solch gefährlicher Einzelgänger zu idealisieren.

Abgesehen davon ändert es nichts daran, dass die Proteste gegen die USA des “Che” bei näherer Betrachtung durchaus einen bemerkenswerten Hintergrund hatten, wenn auch die Methoden, mit denen dieser kompromisslose Revolutionär vorging, bzw. vorgehen wollte, vollkommen falsch waren.

Diskussionen um die Person des “Che” ordnen denjenigen, der sie führt, sehr schnell als “Links” oder “Rechts” ein. Das ist schade, denn vielleicht hätte es Sinn gemacht, den historischen und wirtschaftlichen Hintergrund der Ländern, die er bereiste, genau zu erforschen, um zukünftige Konflikte wie den jetzigen im M.E. besser einschätzen zu können.

Bilder: Che Guevara

Spannende Hintergrundinformation: The Power of Nightmares

September 3, 2007 at 1:34 | In Anachronismen, Gesellschaft, Middle East, USA, Videos, World War IV | No Comments

Die Filmdokumentation “The Power of Nightmares” des Regisseurs Adam Curtis zeigt die Entwicklung des Islamismus bzw. Terrorismus beginnend in den 40-er bzw. 50-er Jahren ebenso wie den Aufstieg der Neokonservativen in den USA. Dabei zeigt der Film auf, dass nicht so sehr eine weltumspannende, hierarchisch gegliederte islamische Organisation den Westen bedroht, sondern dass ein Konglomerat aggressiver Gruppierungen aus unterschiedlichen Motivationen Interessen im Nahen und Mittleren Osten verfolgt. Parallel dazu wird der Aufstieg der Neokonservativen in den USA gezeigt.

Die Erstausstrahlung der drei Teile auf BBC erfolgte im Oktober 2004 und erregte großes Aussehen. BBC gab deshalb die Filme zum Download frei. Alle Teile stehen unter folgenden Links zum Download parat:

Part 1 - Baby it’s Cold Outside | 64kbps | 256 kbps | mpeg2
Part 2 - The Phantom Victory | 64kbps | 256 kbps | mpeg2
Part 3 - The Shadows in the Cave | 64kbps | 256 kbps | mpeg2

Ganz kurz möchte ich vorab erklären, dass sich der Grundgedanke dieses Films mit dem Ergebnis aus anderen Recherchen und Büchern dahingehend deckt, dass zwar Gruppen von Terroristen durchaus ihr Unwesen treiben. Es besteht aber begründeter Verdaht, dass die zur “Weltverschwörung” hochstilisierte Gefahr eines weltweiten Jihad gegen den Westen sehr oft als weit überzogen dargestellt wird.

Zum Film passt auch die Aussage des bekannten Journalisten Peter Scholl Latour, nach dessen Ansicht die gefürchteten Terrornetze zwar vorhanden sind, aber dass diesen noch nicht einmal die Bedeutung zukommt, die jene der Drogenhändler in Südamerika besitzen.

Die Trainingslager von Al Kaida kamen über die Darstellung einer normalen infanteristischen Ausbildung oder rudimentären Anleitung zu kriegsüblichen Sprengungen nicht hinaus. Ein armer Hund wurde vergast. Dies sieht man in einem Film (Peter Scholl Latour, Kampf dem Terror, Kampf dem Islam, Ullstein, S 17).


Baby it´s cold (14.1.2005, BBC)


The Phantom Victory (14.1.2005, BBC)


Shadows in the Cave

(14.1.2005, BBC)


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Transskripte der Sendungen:

  • Part 1 - Baby it’s Cold Outside
    [ TEXT | AUDIO ]
  • Part 2 - The Phantom Victory
    [ TEXT | AUDIO ]
  • Part 3 - The Shadows in the Cave
    [ TEXT | AUDIO ]

Zusatzinformation:

9/11: Anschlag oder kontrollierte Sprengung?

September 1, 2007 at 10:32 | In Gesellschaft, Middle East, Skandale, Videos, World War IV | 4 Comments

In wenigen Tagen jährt sich wieder der 11. September, jener traurige Tag, an dem im Jahr 2001 die Skyline von New York durch Anschläge zerstört wurde. Mittlerweile existieren zu diesem Thema zahlreiche informative Internetseiten, Weblogs und sogar Bücher.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag gar nicht so sehr auf die vielen Ungereimtheiten rund um 9/11 eingehen, sondern nur exemplarisch eines der Details herauszugreifen. Ich fragte mich, wieweit der gelegentlich geäußerte Verdacht zutreffen könnte, dass im WTC bereits vor den Einschlägen Sprengladungen angebracht gewesen sein könnten.

Auch einige Videoclips legen den Verdacht nahe, dass sowohl das WTC1 als auch das WTC2 kontrolliert durch Sprengladungen zum Einsturz gebracht wurden. Doch zunächst einmal ein Blick auf den Zeitplan:

9:59:04 vormittags: Der Südturm des WTC bricht plötzlich zusammen und stürzt unten in die Straßen. Eine massive Staubwolke und Trümmer verhüllen die Sicht. Später wird erklärt, dass der Einsturz nicht durch den Einschlag des Flugzeuges, sondern durch die starke Hitze der in Brand geratenen Brennstoffs verursacht wurde. Das WTC sollte aber eigentlich dem Aufprall einer 707 standzuhalten. Der Tank einer 767 enthält ebenso viel Kerosin.

Seismographen der Universität Kolumbia, Lamont Doherty-Erde Sternwarte in Palisaden, New York, 21 Meilen nördlich vom WTC, zeichneten am 11. September 2001 sehr interessante seismische Aktivitäten auf, für die es immer noch nicht geklärt wurden.

Während die Einschläge der Flugzeuge nur minimale Spitzen verursachte, registrierten die Seimographen zu Beginn jedes Einsturzes außergewöhnliche Spitzen. Beim Einsturz des Südturmes wurde um 9:59:04 ein Beben der Stärke 2,1 gemessen, bei dem des Nordturmes um 10:28:31 eines mit der Stärke 2:3.

Die Spitzen der Aufzeichnungen wurden eindeutig jeweils dann aufgezeichnet, als die Einstürze begannen und nicht, als die fallenden Trümmer auf die Erde aufschlugen.

Diese Unregelmäßigkeiten legen den Gedanken nahe, dass dort, wo die unterstützenden Stahlsäulen des WTC mit dem Fundament verbunden sind, eine Explosion stattgefunden hatte.

Der Einsturz des Südturmes nahm nur 10 Sekunden in Anspruch, während der Einsturz des Nordtumrs um 10:28:31 nur etwa 9 Sekunden benötigte. Dies ist nicht viel mehr, als der freie Fall auf der gleichen Höhe in Anspruch genommen hätte und zeigt, dass wenig Widerstand vorhanden war.

Seismische Störungen wie diese könnten bei einer kontrollierten Sprengung entstehen, zu deren Durchführung zunächst im Fundament eine Sprengladung angebracht wird und dann nach einem durchdachten Plan der Rest vom Sprengstoff so verteilt wird, dass die Stockwerke in sich zusammenstürzen.


911 Truth: Modern Miracle of Science Defies Physics!!


Ein Flugzeug des Typs 767 fasst etwa 90.000 Liter. Das reicht für etwa 12.000 km. Eigentlich ist das nicht so viel, wenn man bedenkt, dass ein großer Tankwagen etwa 65.000 l transportieren kann.

Jene zwei Flugzeuge, American 11 und United 175, die letztendlich in das WTC krachten, starteten auf dem Flughafen in Boston (9/11 report) Richtung Los Angeles. Diese Stadt liegt etwa 4000 km weit entfernt liegt. Manche meinen, der Tank könnte nicht ganz voll gewesen sein, da manchmal nur für den folgenden Flug getankt wird. Außerdem kostet bereits der Start sehr viel Energie. Die Flugzeuge wurden allerdings gleich nach dem Start entführt. Reicht das, um so hohe Gebäude nach einem Anschlag wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen zu lassen? Zu jenen, die sich wunderten, dass das Gebäude zur Gänze einstürzte, gehörte der bekannte Terorist Osama bin Laden.

Der Name bin Laden steht, wie man weiß, auch für den einer mächtigen Baufirma, die in Saudi Arabien beeindruckende Hochhäuser baut. Osama bin Laden kämpfte im Afghanistankrieg gegen die Rote Armee. Die Taliban, in deren Reihen er als gefürchteter Mudschahedin, als Freiheitskämpfer galt, wurden vom CIA und vom ISI, dem pakistanischen Geheimdienst ausgebildet. Wenn jemand etwas von Bauwerken und Sprengsätzen gleichzeitg etwas verstand, war er vermutlich Osama bin Laden. Es gelang mir, auch von ihm eine Stellungnahme im Internet zu finden:

UBL: (…Inaudible…) we calculated in advance the number of casualties from the enemy, who would be killed based on the position of the tower. We calculated that the floors that would be hit would be three or four floors. I was the most optimistic of them all. (…Inaudible…) due to my experience in this field, I was thinking that the fire from the gas in the plane would melt the iron structure of the building and collapse the area where the plane hit and all the floors above it only. This is all that we had hoped for. December 13, 2001, TRANSCRIPT OF USAMA BIN LADEN VIDEO TAPE (Quelle).

Zwischen dem Bekanntwerden der Entführung um 8:31 im Flughafen Boston und dem Einschlag in den Südturm um 8:45 und dem in den Westturm um 9.03 vergingen lange Minuten, in denen nichts unternommen wurde. Eine der größeren Organisationen, die vehement die Ansicht vertritt, dass es sich um einen Insider-Job gehandelt haben könnte, ist die justicefor9/11.org, die harte Kritik an der US-Regierung und der offiziellen Darstellung des Anschlags im Internet veröffentlichte. (911truth.org).


:Justice for 9/11 (Part1, Part 2)



Weniger bekannt als die spektakulären Angriffe auf die Twin Towers wurde die Tatsache, dass das WTC7, ein Gebäude, das hinter den großen Zwillingstürmen kaum zu sehen war, ebenfalls auf mysteriöse Art einstürzte. Aus welchen Gründen auch immer wurde dier Einsturz des WTC7 im BBC ebenso wie im CNN der Einsturz des WTC7 in den Nachrichten bereits gemeldet, noch bevor das Gebäude kollabierte.


BBC Reports Live that WTC7 has fallen, yet it still stands


In Anbetracht der Umstände ließ sich Senator John Kerry, der sich 2004 ebenfalls um das Präsidentschaftsamt beworben hatte, zu der Erklärung hinreißen, dass das WTC7 mit einer “Controlled Demolition” zum Einsturz gebracht wurde.


John Kerry says building 7 controlled demolition


Senator John Kerry was questioned about the collapse of WTC Building 7 during an appearance at Book People in Austin, Texas. Kerry responded: “I do know that that wall, I remember, was in danger and I think they made the decision based on the danger that it had in destroying other things– THAT THEY DID IT IN A CONTROLLED FASHION.”

Kann man es wirklich beweisen, dass die US-Regierung mit der offiziellen Darstellung die Öffentlichkeit belog? Viele behaupten es und arbeiten daran, ihre Anschuldigungen hieb- und stichfest zu gestalten. Insgesamt gesehen ist viel zu viel Material vorhanden, um sämtliche Zweifel lediglich als Verschwörungstheorien abhaken zu können. Das Profil jener Wissenschafter und Gesellschaftskritiker entspricht nicht dem jener Schriftsteller, die zur eigenen und ihrer Leser Freude immer wieder sehr spannende Bücher schreiben. Die Akten sind noch lange nicht geschlossen.

SPS - Solar Power Satellite

August 9, 2007 at 8:38 | In Gesellschaft, Vom Klima, Wirtschaft | No Comments

In einem Rückblick aus dem Jahr 2031 vertraut der Historiker Niall Ferguson im Politikteil schließlich auf die Technik, um den Krieg gegen den Terror irgendwann zu gewinnen (Perlentaucher.de).

):

“Die Einführung von Brennstoffzellen durch die US-Automobilindustrie beendete, in Verbindung mit einer neuen Generation extrem sicherer Kernkraftwerke, Amerikas jahrzehntelange Abhängigkeit vom Öl. Der Einsatz von Nanotechnologie beim Heimatschutz erlaubte eine Rund-um-die-Uhr- Überwachung mutmaßlicher Islamisten mittels winziger Drohnen und unsichtbarer Implantate. Und so endete der Große Krieg für die Demokratie nicht mit dem großen katastrophalen Knall, den so viele beschworen hatten, sondern mit dem kaum wahrnehmbaren Summen einer technologischen Revolution.”

)

Ich sah mich also um, was die USA momentan auf dem Sektor der Alternativenergien zu bieten hat und machte dabei, glaube ich, eine echte Entdeckung.

Doch zunächst fand ich heraus, dass das französische Kernfusionsprojekt ITER den USA mit Aufmerksamkeit verfolgt wird. Es laufen aber auch in den USA Versuche mit Kernfusion.

Manche erinnern sich vielleicht noch an den „Hacker von London“, an Gary McKinnon, der dann an die USA ausgeliefert wurde, um dort ins Gefängnis geworfen zu werden? Er erzählte vor Gericht, er hätte nach Ufos gesucht und dabei eine „Stadt im Weltall“ und „freie Energie“ entdeckt, aber keine Aufzeichnungen machen können, sein Computer wäre beschlagnahmt worden.

Das erinnerte mich an meine Recherchen über die innovative „Wetterwaffe“ der Amerikaner, an HAARP. Mit meinen Nachforschungen konnte ich nicht weiter vordringen als dahin, dass ich nicht ausschließen konnte, dass diese Anlage mittlerweile auf das ursprünglich von Dr. Bernard Eastlund geplante Ausmaß ausgebaut sein könnte. Eine der Bush-KritikerInnen, Amy Worthington, beschreibt, zu welchen haarsträubenden Manipulationen die US-Army im Wetterbereich bereits jetzt fähig sein könnten (Juni 2004, Globalresearch).

Ihre Arbeit ist so gut dokumentiert, dass es sich auszahlt, auch den Fußnoten nachzugehen. Dabei stieß ich auf eine Seite, die die von ihr gemachten Angaben, dass bereits starke Satelitten in den Weltraum gesendet wurden, bestätigt. Von dieser Seite aus kam ich dann zur Homepage der Eastlund Scientific Enterprises Corporation.

Und dort fand ich – „Space City“ von Gary McKinnon! Es kann doch gar nicht anders gewesen sein, als dass dieses Patent, welches bereits 1985 vergeben wurde, doch – vielleicht in kleinerem Ausmaß – realisiert wurde, man sehe sich doch dieses Bild an!

Das auf dieser Seite beschriebene Patent, der „Thunderstorm Solar Power Satellite“, von dem hier steht, es könnte Tornados verhindern und auf die Erde Energie liefern, müsste eigentlich jene „Freie Energie“ liefern, von der Gary McKinnon erzählt hat!

Doch eigentlich ist die Idee, die Sonnenenergie aus dem Weltall durch Mikrowellen auf die Erde zu leiten, und zwar durch SPS (Solar Power Satellite System), gar nicht so neu. Diese Methode SPS (solar power satellite) wurde mittlerweile sogar schon im englischsprachigen Wikibeschrieben.

Dabei senden mit Sonnenkollektoren gespickte Satelliten die aufgenommene Energie durch Mikrowellen auf die Erde. Man forscht mittlerweile sogar in Japan (IEEEXplore). Einige Experten glauben fest daran, mit SPS eine ergiebige und umweltschonende Quelle für Energiegewinnung für die Zukunft gefunden zu haben (NASA)?

Dies passt auch zur Auffassung von Niall Fergusson, dass sich die USA sehr wohl von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen losmachen könnten. Inzwischen zeichnen sich auch noch einige andere Möglichkeiten in diesem Bereich ab. Dazu ein anderes Mal.

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