Schlechte Zeiten für Terroristen

Dezember 7, 2006 um 10:14 pm | Veröffentlicht in Middle East | Hinterlasse einen Kommentar

Arbeitet der Baker-Hamilton-Bericht den Terroristen wirklich in die Hände? Ich kann es mir nicht vorstellen.

„Armageddon Nominee“ John Bolten galt als aggressiver und irrationaler Vertreter der US-Interessen. Wird er in seiner Funktion als US-Botschafter bei UNO durch einen pragmatischen Politiker ersetzt, erhöht dies die Chancen, dass in Zusammenarbeit mit anderen Ländern gegen den Iran Wirtschaftssanktionen verhängt werden, mehr, als es diese vermindert.

Im gleichen Sinn nimmt Rücktritt von Donald Rumsfeld regelrechtem Antiamerikanismus den Wind aus den Segeln, der in erster Linie darauf aufbaute, dass eben dieser Donald Rumsfeld die „Declaration of Human Rights“ ebenso wie die „Genfer Konfentionen“ ganz wesentlich verletzt hat.

Kehrt, wie dies jetzt den Anschein hat, die USA zurück zu „Law and Order“, bedeutet dies für Präsident Ahmadinedschad, dass er vom „Schützer unterdrückter Länder“ in den Listen von Human Rights Watch wieder ziemlich rasch auf den angestammt schlechten Platz weit hinter den USA zurückrutscht.

Als führende Wirtschaftsmacht kann die USA ihren Partnern sehr viel an Hilfestellung bieten, nicht nur im materiellen, sondern auch im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und medizinischen Bereich. Sollte man es wirklich Iran´s Präsidenten überlassen, Allianzen zu schmieden, während sich unser Westen in den letzten Jahren viele Feinde gemacht hat?

In einer der früheren Ansprachen von O.b.L. meinte dieser, dass er mit seinen Widerstandskämpfern den Westen regelrecht ausbluten würde. Seine Rechnung ging fast auf, da in der Zeit, in der die USA im Irak, in Afghanistan festsaß, China sowohl in Südamerika als auch in Afrika für gutes Geld erfolgreich investiert hat.

Für die Terroristen stellt ein einiger, wirtschaftlich stabiler Westen mit guten Beziehungen zu Drittländern langfristig gesehen eine wesentlich größere Bedrohung dar, als wenn unsere Länder Millionen und Milliarden in fragwürdige militärische Einsätze investieren.

G.B. erhöhte das Militärudget bereits knapp nachdem er die ersten Wahlen in Florida gewann, also noch vor 9/11. Kritiker befürchteten vielfach, dass seine „Bush-Doktrin“ Wettrüsten und Instabilität auslösen könnte. Gesetzt den Fall, dass die „Preemptiv-Strategie“ wiederum auf „defensiv“ umgestellt werden könnte, müsste eigentlich als Folge darauf der Ehrgeiz mancher Drittländer, so schnell wie möglich selbst Atomwaffen zu besitzen, deutlich gedämpft sein. Südafrika und Libyien steckten auch ohne Kriegsdrohungen ihre Interessen an WMD´s durch wirtschaftliche Druck der USA deutlich zurück.

Israel bleibt es ohnehin nicht erspart, zu einem transparenten Selbstverständnis zu finden und auch Handlungsstrategien zu entwickeln, mit deren Hilfe es mit seinen unmittelbaren Nachbarn im Ghazastreifen und im Südlibanon zurecht kommt.

Gerade im Zusammenhang mit der jetzigen Situation, in der Konzessionen betreffend Syrien und Iran im Zusammenhang mit der Befriedung des Irak gemacht werden müssen, könnte die Situation dahingehend genutzt werden, dass die Höhe vergebener Vergünstigungen von einer verbesserten Einstellung zum Staat Israel abhängig gemacht wird.

Es liegt an den Verantwortlichen, aus diesem Bericht die Konsequenzen so zu ziehen, dass daraus dem Westen kein Nachteil erwächst.

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