Über N. Podhoretz, den Iran und Diamantenhandel

Dezember 17, 2006 um 12:49 am | Veröffentlicht in Middle East, Publikationen, Videos, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Arthur Hermann bringt die Diskussionen über den Konflikt zwischen dem Iran und dem Westen in seinem Artikel „Getting Serious About Iran: A Military Option“, erschienen in der Novemberausgabe 2006 der Zeitschrift Commentary,auf den Punkt. Auch, wenn G.. Bush´s republikanische Partei bei den Midterm-Elections Verluste hinnehmen musste, kann man nicht davon ausgehen, dass sämtliche „Plans of attack“ betreffend den Iran vom Tisch sind.

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift Commentary, herausgegeben von einem der Gründer des PNAC, von Norman Podhoretz. All jene, die noch immer daran glauben, dass die unterschwellig aggressive Einstellung der USA dem Iran gegenüber lediglich davon abhängig gemacht werden könnte, dass der Hardliner Ahmadinedschad im Sommer 2005 die Präsidentschaftswahlen gewann, sollten folgende Publikationen von Norman Podhoretz lesen:

Diese Beiträge sind auf der öffentlichen Militärbeobachtungsseite der USA über WW IV rechts unten als Quellen angegeben.

Seymour Hersh meint, der Iran wäre vom Bau einer Atombombe weit entfernt:

Zurück zu Arthur Hermann. Er kritisiert einen Leitartikel des bekannten US-Magazins Times, welcher sich gegen einen bewaffneten Konflikt mit dem Iran ausspricht. Hier ein Auszug aus einem Interview mit Präsident Ahmadinedschad persönlich, erschienen am Anfang des Monats in der Online-Ausgabe der Times:

“….. The first solution is that in the same way that you mounted this regime (of Israel) in the past, you can remove it yourself. …. Just cease to support it. Don’t use your people’s money to assist this violent regime. This is the best solution. If they do not accept the first solution, then they should allow the nation of Palestine to make their decision about its own fate. Anyone who is a Palestinian citizen, whether they are Christian, Jewish or Muslim, should decide together in a very free referendum. There is no need for war. There is no need for threats or an the atomic bomb either. ….“

Without a war?

Yes. Why not? Everyone knows that the Zionist regime is a tool in the hands of the United States and British governments. Prime Minister Olmert seemed to acknowledge this week that Israel has nuclear weapons. Does that change Iran’s need or determination to have nuclear weapons?

The era for bombs and atoms and weapons has come to an end. People should be talked to with reason. Where are the ones who used nuclear bombs in Hiroshima? Their era is over. This literature belonged to 60 years ago. Now it’s the time for dialogue, logic as well as law and justice. Our people and our nation have a very clear logic and sense. …”

Diesen Satz sollte man bei Arthur Hermann zweimal lesen:

„….By the time the campaign was over, the United States military would be in a position to control the flow of Iranian oil at the flick of a switch…..”

Arthur Hermann meint, ein kurzer militärischer Einsatz würde der iranischen Bevölkerung weniger schaden als Wirtschaftssanktionen. Dies ist ein Standardargument der Neokonservativen. Dabei berücksichtigt niemand, dass zum Durchdringen starker Bunker und militärischer Anlagen der Einsatz von „Bunker Bustern“ bzw. von Depleted Uranium fast zwingend notwendig ist. Insgesamt also wird durch die moderne Kriegsführung die Umwelt, das Trinkwasser wesentlich mehr geschädigt als bei früheren konventionellen Einsätzen, von langfristigen Schäden an der Bevölkerung und deren Kindern gar nicht zu reden. Darüber, wie das Land nach einem militärischen Angriff wieder aufgebaut, verwaltet und regiert werden könnte, schreibt er überhaupt nichts.

Abgesehen davon könnte die Antwort des iranischen Militärs auf einen Angriff sehr heftig ausfallen.

Keine Frage, Präsident Ahmadinedschad stellt für uns keinen Partner dar. Aber selbst von einem früheren Präsidenten der USA, dem Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter, erschien jetzt ein Buch mit Kritik über Israel (Jimmy Carter, Palestine: Peace Not Apartheid, Simon & Schuster 2006). Auf diesem Hintergrund gesehen, erscheint die Idee, den Iran militärisch anzugreifen, als weit überzogen.

Richtig, Wohl und Wehe Europas und Asiens hängen in gewisser Weise auch von Öllieferungen aus dem Iran ab. Es ist nicht schön, daran zu denken, wie sehr unsere Wirtschaft von der Zusammenarbeit mit Despoten islamischer Staaten abhängt. Aber wissen wir nicht schon längst, dass eines Tages die Zeit für den Einsatz fossiler Brennstoffe vorbei ist und dass wir ohnehin gezwungen sind, uns anderweitig umzusehen?

Ach ja, und ehe ich dies vergesse, in der gleichen Ausgabe der Online Times erschien ein Bericht über den bekannten US-Fundamentalisten Pat Robertson und – Diamanten: Jewels for Jesus !

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