Geschäfte im Irak

Dezember 21, 2006 um 9:27 pm | Veröffentlicht in Middle East, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Bringen wir es doch gleich hinter uns. Lesen Sie hier auf der Homepage von Chossudovsky über Monsanto und den Irak. Mit R. Perle in ernsten Streit geriet der bekannte Enthüllungsjournalist S. Hersh, als er diesem Geschäftsverbindungen zu dem saudi-arabischen Geschäftsmann Adnan Khashoggi nachwies. R. Perle bezeichnete S. Hersh seinerseits als „Terroristen“, konnte sich aber von dem Vorwurf nicht frei machen, zu seinem Vorteil unsaubere Geschäfte abzuwickeln. Hier der Originalartikel vom Meister persönlich.

Richard Perle hielt sogar Seminare darüber, wie man von dem Krieg am besten profitieren kann! Man kann die Auftragsvergabe für Lockheed Martin auf dessen Homepage abrufen und interessante Aktienkurse auf Wallstreet Online. Bekannt ist, dass G.W.Bush seinerseits mit seinem Bruder Jebb Bush das Erbe eines enormen Aktienpaketes beim Rüstungskonzern Carlyle antritt. Auch der Onkel von G.B. Bush profitierte vom Irakkrieg. Genaue Zahlen liefert das „Paulchen“, Paul Krugman in Economist´s view über Bechtel.

Peter Scholl Latour weist in seinem Buch Weltmacht im Treibsand (Ullstein, Berlin, 2005) darauf hin, beim Einmarsch in den Irak wäre die Baath-Armee bestochen worden, dass aber nach der Niederlage die Verantwortlichen der US-Army das gegebene Versprechen einer Bezahlung nicht einhalten wollten. Beim Einmarsch in Bagdad kam es zu Plünderungen durch den Pöbel. Anstatt diesen Einhalt zu gebieten, feuerten die GI´s den Mob zusätzlich an, sodass großer Schaden entstand. Er spricht sogar von einer „imperialen Plutokratie“. Er zitiert die New York Times vom 1. Oktober 2003:

„Das wirkliche Problem besteht darin, dass ohne gesetzliche Prüfung und Aufsicht viele Milliarden Dollar , die der Steuerzahler aufbringt, infolge mangelhafter Ausschreibung der Kontrakte den politisch nahestehenden Firmen wie Haliburton oder Bechtel zugespielt werden. So wurde bisher verfahren. Der Kongress sollte zudem darüber wachen, dass bei den Wiederaufbauprogrammen im Irak die zur Verfügung stehenden Summen nicht vergeudet werden, indem hochbezahlte Amerikaner und Techniker engagiert werden, obwohl qualifizierte, verlässliche und arbeitslose Iraker den Job ebensogut und viel billiger verrichten könnten.“

Peter Scholl-Latour , erfahrener Kriegsberichtserstatter bewies großen persönlichen Mut, indem er persönlich in die Krisengebiete fuhr und an seinen Aussagen besteht für mich kein Zweifel.

Noch ein handfestes Indiz: „1994 wurde das oversight and investigations subcommittee für Militärausgaben [extern] abgeschafft. Bis dahin hatten die Demokraten die Ausgaben des Pentagon überprüfen lassen. Als die Republikaner 1994 die Mehrheiten im Kongress zum ersten Mal seit Jahrzehnten stellten, hat man sich dieser Kontrollinstanz entledigt. Seit 2001 kann deshalb die Bush-Regierung ohne externe Überprüfung bei diesen Ausgaben schalten und walten.“

Auf viele Details – wie auf die Problematik „Incorporate Killer“ wie die Verknüpfung zwischen Regierungsmitgliedern und dem Öl-Rüstungskomplex usw. bin ich hier gar nicht eingegangen, sondern habe mich nur auf jene Aussagen beschränkt, die vermutlich noch sehr wenig bekannt sind.

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