Wer trägt die Schuld?

Dezember 24, 2006 um 10:45 pm | Veröffentlicht in Middle East | Hinterlasse einen Kommentar

Viele mögen G.W.B., einen zukünftigen Erben des Rüstungskonzerns Carlyle nicht und halten ihn für naiv, rücksichtslos und stur. Es kann für Fehlentwicklungen persönlich verantwortlich gemacht werden, da er in jede Unterlage Einsicht verlangen kann und auch jede Entscheidung selbst unterzeichnet.

Ebenso wie andere Führungspersönlichkeiten, war G.W.B. aber auch in großem Ausmaß auf die Fairness seiner Ratgeber und Mitarbeiter angewiesen. Deshalb tragen die „Neokonservativen“ und neokonservative Politiker ebenso Schuld. Richard Perle selbst gilt als einer der Drahtzieher. Seine Ansichten schrieb er in Büchern ebenso wie in Artikeln im AEI auf. Nach einem Skandal (Hollinger) schied er als Vorsitzender des Defensy Policy Board aus, blieb aber weiterhin als enger Freund und Berater von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Mitglied in diesem Schattenkabinett. Seymour Hersh veröffentlichte Kritik an Perle´s Geschäftsverbindungen mit Saudi Arabien. Dieser forderte sogar den Rücktritt von Bundeskanzler Schröder.

Wollte man im in unseren Ländern etwas verändern, müsste man begreifen, dass Wahlwerbung ebenso wie die Medien in hohem Ausmaß von der Wirtschaft, von ehrgeizigen Geldgebern gesponsort wird,. ebenso wie religiöse Gemeinschaften von Beeinflussung nicht frei sind. Darüber hinaus, dass im Zusammenhang mit G.B. vielfach das Wort „Impeachment“ fällt, müsste man darauf achten, sämtliche Hintermänner ebenso zur Verantwortung zu ziehen. Auch Eigeninteresse, Korruption und Gleichgültigkeit auf vielen Ebenen verpfuschten den Mittleren Osten. Insgesamt müssen auch unsere Länder darauf achten, dass Fundamentalismus jedweder Art bekämpft wird und dass sich kein Rassismus oder Begeisterung für militärische Lösungen festsetzt.

Niemand kann unerwartete Entwicklungen ausschließen, z.B. eine Rückbesinnung auf die Theorien Charles Darwin (Dawkins) oder Weiterentwicklungen durch das neue Buch von J. Tabor in Religionswissenschaft und Gesellschaft. Ich denke, dass es eine hochinteressante Idee ist, jetzige Konflikte durch Religionswissenschaft überhaupt erst abzuklären.

Selbst, wenn der November 2006 – entgegen der Aussage von Robert Fox – ohne Kriegsausbruch vorbeigehen sollte, bleibt das Risiko einer großenAuseinander- setzung bestehen und man müsste alles tun, damit die Zeit, die vielleicht doch noch bleibt, so gut wie möglich genutzt wird.

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