Strategische Möglichkeiten für die USA nach einem Rückzug der Truppen aus dem Irak

Dezember 25, 2006 um 12:35 am | Veröffentlicht in Middle East | Hinterlasse einen Kommentar

Viel mehr noch als unsere Länder fühlen sich Ölstaaten rund um den Iran durch dessen aufsteigende Macht bedroht. So trafen sich im Dezember des Vorjahres die Mitglieder von sechs arabischen Staaten zu einem Treffen,in dem sie darüber beraten wollten, wie sie den Iran dazu überreden könnten, diese ölreiche Region als nuklearfreie Zone zu deklarieren.

Im gleichen Sinn wie ein starker Iran bei diesen Staaten zunehmend Befürchtungen auslöst, könnte wiederum der Verbleib der USA als Schutzmacht in der Golfregion erwünscht sein. Laut CIA-Factbook zogen sich die US-Truppen 2003 aus Saudi Arabien nach Qatar zurück und haben dort einen Stützpunkt. Ein anderer befindet sich in der Türkei, und zwar in Ab Izmir. Man kann auf der Globemaster US Military Aviation Database die genauen Aufstellungen ansehen.

Auf einer anderen Militärinformationsseite steht, dass Asserbeidschan Interesse haben könnte an einem US-Stützpunkt in Baku.

Insgesamt also erscheint es, denke ich, nicht ausgeschlossen, dass eine Restbesatzung in der Region zurückbleibt.

Abgesehen davon wurden Flugzeugträger, Kriegsschiffe und U-Boote im Golf von Oman stationiert. Noch dazu sind die modernen Überschallflugzeuge so schnell, dass diese sogar aus den USA in wenigen Stunden im Notfall angreifen könnten.

Die Weltbank ebenso wie der IWF verfügen durchaus über Möglichkeiten, auf ein Land Druck auszuüben.

Last not least – momentan wünschen sich die Irakis, dass die USA so schnell wie möglich zurückziehen. Aber in diesem Fall würden vermutlich Schiiten, Sunniten und Kurden so derartig aneinander geraten, dass es doch eigentlich vorstellbar sein könnte, dass die eine oder andere Gruppierung doch noch von sich aus an einer weiteren Zusammenarbeit mit den Amerikanern interessiert ist.

Beim Erhalt von Militärstützpunkten spielt auch die Kostenfrage eine Rolle, weshalb ein Stützpunkt in Israel, glaube ich, nicht besonders attraktiv ist. US-Truppen in Israel – warum eigentlich nicht? Israel kauft Waffen von den USA, es lässt sich vom Weltsicherheitsrat ebenfalls von den USA unterstützen . In diesem Zusammenhang müsste es doch den Nachbarstaaten fast schon gleichgültig sein, wenn US-Truppen auch noch dort stationiert sind. Vielleicht könnten dann die US-Truppen Schwerter in Pflugscharen verwandeln, wie dies eigentlich in der Bibel steht und gemeinsam mit den Israeli das Land so durchorganisieren, sodass für alle Menschen in diesem kriegsgeschüttelten Land mehr Lebensqualität entsteht als bisher?

1. Dezember 2006, 22:52 Uhr

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