Winston Churchill und Clausewitz

Januar 8, 2007 um 12:26 am | Veröffentlicht in Generell, Middle East, Publikationen, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Winston Churchill, jener britische Premierminister, der England durch den zweiten Weltkrieg führte und als Gegner des „Appeasement“, der Beschwichtigungspolitik, gerne zitiert wird, schrieb freilich:

„There is no greater mistake than to suppose that platitudes, smooth words, and timid policies offer a path to safety.“

„How many wars have been averted by patience and good will?“

„An appeaser is one who feeds the crocodile hoping it will eat him last.“

Aber er warnte auch:

Let us learn our lessons. Never, never, never believe, that any war will be smooth and easy, or that anyone who embarks at that strange voyage can measure the tides and hurricanes he will encounter. The statesman who yields to war fever must realise that once the signal is given, he is no longer the master of policy but the slave of unforeseeable and uncontrollable vents. Antiquated war offices, weak, incompetent or arrogant commanders, untrustworthy allies, hostile neutrals, malignant fortune, ugly surprises, awful miscalculations- all take their seats at the council board on the morrow of a declaration of war. Always remember, however sure you are that you can easily sin, that there would not be a war if the other man did not think he also had a chance.

Carl von Clausewitz (1780–1831), der bekannte deutsche Stratege, entwickelte die Theorie, dass Feldzüge nur zu einem sehr geringen Grade geplant werden könnten, da unkalkulierbare Einflüsse oder Ereignisse, sogenannte „Friktionen“, jede zu detaillierte Vorausplanung schon nach wenigen Tagen gegenstandslos machen würden. Er hielt die Verteidigung für die überlegene Kampfform.

Colonel Sam Gardener, ein General der USAF im Ruhestand, bezweifelt mit deutlichen Worten, ob ein Militärschlag gegen den Iran überhaupt angebracht ist bzw. ob die USA oder auch Israel überhaupt in der Lage sind, diesen erfolgreich durchführen zu können. Vergleicht man seine Darstellung der strategischen Gegebenheiten mit den Auffassungen von Clausewitz und Churchill, dann kann seine Darstellung deutlich mehr Deckungsgleichheit mit den Aussagen der beiden Feldherrn aufweisen als die Ansicht der „Neocons“, dass nur durch aggressives militärisches Vorgehen für die Sicherheit Israels gesorgt ist.

Schreibe einen Kommentar »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: