Koran, Bibel und das Heilige Land

Januar 16, 2007 um 1:51 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Middle East | Hinterlasse einen Kommentar

In der WamS vom 21. August 2006 forderte ein Koranleser dazu auf, den Koran genauer zu lesen:

O mein Volk, betretet das heilige Land, das Allah für euch bestimmt hat, und kehret (Ihm) nicht den Rücken; denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren.“ [5:21]
Sie sagten: „O Moses, siehe, dort lebt ein tyrannisches Volk, und wir werden es (das Land) nicht betreten, ehe jene es nicht verlassen haben. Doch wenn sie es verlassen, dann wollen wir dort einziehen.“ [5:22]
Es sagten zwei Männer von denen, die gottesfürchtig waren, und denen Allah Seine Gnade erwiesen hatte: „Zieht durch das Tor ein und wendet euch gegen sie; seid ihr eingezogen, dann werdet ihr siegreich sein. Und vertraut auf Allah, wenn ihr Gläubige seid.“ [5:23]
Sie sagten: „O Moses, nimmermehr werden wir es betreten, solange jene dort sind. Gehe denn du mit deinem Herrn und kämpft; wir bleiben hier sitzen.“ [5:24]
Er sagte: „Ich habe nur Macht über mich selbst und meinen Bruder; darum scheide Du uns von dem aufrührerischen Volk.“ [5:25]
Er sprach: „Wahrlich, es (das Land) soll ihnen vierzig Jahre lang verwehrt sein; sie sollen auf der Erde umherirren. Und betrübe dich nicht wegen des aufrührerischen Volkes.“ [5:26]

Das einzige Problem seiner Meinung nach sind Juden wie Chomsky, Pinter, Jellinek, Gysi, Schmidt, die Moses in den Rücken fallen.

Diese hier verwendete Fomulierung fand ich einfach genial. Moses selbst starb beim Auszug aus Ägypten und übergab an Josua. Vom Koran zur Bibel:

Josua Kapitel:

  • 6,17-21
  • 8,26-29
  • 9,20-21
  • 10,28
  • 10,30
  • 10,32-33
  • 10,35-37
  • 11,10-14

Auch der bekannte Friedensaktivist Uri Avnery von der Bewegung Gus Shalom bezeichnet sich als Atheisten.

Spricht man über Juden, so drängt sich unweigerlich die Assoziation mit dem Wort Holocaust auf. Zusätzlich wurde im modernen Sprachgebrauch der Begriff „Jude“ weniger mit einem alten Volk verknüpft als mit Schriftstellern wie Franz Werfel, mit Wissenschaftlern wie Einstein oder auch dem Künstler Daniel Barenboim.

Wen lässt schon Bob Dyllen kalt mit dem Vergleich Israels mit einem ungeliebten Halbwüchsigen, den dieser in seinem Gedicht „Neighborhood Bully“ ausdrückt? Israel gehört in gewisser Weise zu unserem Bewusstsein, zur Hoffnung, dass immer das Gute siegt und dass nach einer schrecklichen Niederlage ein neuer Tag Sonne und Licht bringt.

Juden können jetzt in vielen Ländern gehobene Positionen erreichen, Paul Wolfowitz z.B. oder Richard Perle. Dagegen besteht selbstredend kein Einwand. Nicht übersehen sollte man aber, dass sich der christlich-amerikanische Fundamentalismus weit stärker auf das Alte Testament als unsere Hl. Römisch Katholische Kirche und dass in dessen Lehren durchaus ein deutliches Aggressionspotential enthalten ist.

God Bless America

Here they go again, The Yanks in their armoured parade Chanting their ballads of joy As they gallop across the big world Praising America’s God.

The gutters are clogged with the dead The ones who couldn’t join in The others refusing to sing The ones who are losing their voice The ones who’ve forgotten the tune.

The riders have whips which cut. Your head rolls onto the sand Your head is a pool in the dirt Your head is a stain in the dust Your eyes have gone out and your nose Sniffs only the pong of the dead And all the dead air is alive With the smell of America’s God.

Harold Pinter January 2003

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