The death of army specialist Alyssa Peterson

Januar 24, 2007 um 9:56 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, Videos, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Als ich das erste Mal auf den Namen „Alyssa Peterson“ und ihre Geschichte stieß, wusste ich nicht mehr über sie, als dass sie im Irak um´s Leben gekommen war und dass manche Leute von ihr sagten, sie hätte sich umgebracht, da sie in Folterskandale verwickelt gewesen wäre. So suchte ich von ihr zunächst einige Daten:

Peterson died from a non-combat weapons discharge in Telafar, Iraq. She was assigned to C Company, 311th Military Intelligence Battalion, 101st Airborne Division (Air Assault), Fort Campbell, Kentucky and died on September 15, 2003. An Army investigation has determined that Army Spc. Alyssa Peterson committed suicide after refusing to participate in torture:

Zunächst dachte ich an Lady Macbeth, an jene von Shakespeares Heldinnen, die schlafwandelnd herumirrte und dabei, von Schuldgefühlen gepeinigt, immer wieder versuchte, ihre Hände zu waschen.

Das riecht immer noch nach Blut; alle Gewürze von Arabien können diese kleine Hand nicht anders riechen machen. Oh, oh, oh!
Shakespeare, Macbeth

Wie waren wohl ihre letzten Stunden gewesen? So, wie es ein beklemmende Filmclip aus diesem bekannten Drama zeigt?



[youTube=http://www.youtube.com/watch?v=U-V96PtL2Xw]

Ich konnte nicht widerstehen, die „Sleepwalking Scene“ der verzweifelten Mörderin aus dem 4. Akt der bekannten Verdioper „Macbeth“ mit Shirley Verrett einzubinden:



[youTube=http://www.youtube.com/watch?v=kZAcFOdWUKU]

Doch dann fand ich heraus, dass Alyssa Peterson wegen ihres freundlichen und offenen Wesens bei jenen, die sie kannte, sehr beliebt war. Wegen ihrer Begabung, fremde Sprachen zu lernen, wurde sie als arabisch sprechende Verhörspezialistin an die Militärbasis Tal-afar im Nordwesten des Iraq im Nordwesten in der Nähe der syrischen Grenze versetzt. Doch bereits nach zwei Nächten im Verhörbunker verweigerte sie weiteren Einsatz. Obwohl sie anschließend zu einem „suicide prevention training“ geschickt wurde, also psychologisch betreut wurde, erschoss sie sich kurze Zeit später mit ihrer Dienstwaffe. Zusätzliche Informationen über Army Spec. Alyssa Peterson kann man der Homepage von Citizen Soldier entnehmen.


Auf Fallenheroememorial.com veröffentlichte einer ihrer Fans ein ergreifendes Gedicht zu ihren Ehren, welches ich hier wiedergeben möchte:

What did the cage hear
ripped from pregnant pauses?
What does ‘waterboarding’ signify?
What is the ‘toast rack’, the ‘wishbone’,
a ‘stress position’, just words
wrenched out of context?

What did the cage see,
when others chose to face
the other way? A lone woman
uniformed, crisp, upright, her bright eyes
brimful, her lips silently mouthing the word,
NO!

At what point did cold steel
begin to bleed,
concrete grow slippery and red,
the M16 at her side fall silent?

What did the cage feel
to see her wasted there,
while high above the flag
fluttered feebly for the fallen,
defiant, defiled?

When the cages have all emptied, when the ‘interpreters’ have long since fled,
she stands guard for all of us, in the company of a swelling legion of the dead.“

Richard Jones of Swansea, Wales, UK

Army specialist Alyssa Peterson ist nicht die einzige, die mit dem, was sie in einem Krieg erlebte, ganz einfach nicht zurecht kam. NDR zeigte bereits am 30.01.1997 einen Report „Zwischen Alptraum und Selbstmord – Soldaten nach dem Kriegseinsatz“, indem gezeigt wird, dass Soldaten an der Front oft so gravierende seelische Schäden erleiden und dass die Selbstmordgefahr dadurch ansteigt. Zu dem tragischen Schicksal der Gefolterten kommt also noch hinzu, dass auch für die Täter im Zusammenhang mit den Folterskandalen möglicherweise das Leben nie mehr so wird wie vorher.

Bild: Honour and Eagle

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