„Angst über Amerika“

Januar 30, 2007 um 9:26 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, Waffen, Without Clash, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Der Film „Angst über Amerika„, auf englisch „American Meltdown“ der Produzenten Jan Körbelin und Stephen Lillis wurde nach dem Buch von Larry und Paul Barber gedreht und fällt in die Genre Action Thriller.

Nun zum Inhalt:

Südkalifornischer Alltag mit Sonne, hohem Verkehrsaufkommen und Surfern, doch die Normalität ist trügerisch. Eine Explosion auf dem Gelände des Atomkraftwerks San Juan zerstört jäh die Illusionen. Eine kleine, gut organisierte Gruppe von Terroristen landet per Fallschirm auf besagtem Grundstück und übernimmt innerhalb von wenigen Augenblicken die Führung über den Kontrollraum des Reaktors.
Selbstverständlich sind Militär und FBI umgehend zur Stelle. FBI-Einsatzleiter Tom Shea (Bruce Greenwood) ist mißtrauisch. Seine Leute haben einen Koran mit terroristischen Instruktionen, Baupläne des Kernkraftwerks und einen Führerschein, der auf einen Araber ausgestellt ist, gefunden. Das sind eigentlich zwingende Hinweise auf Al-Qaida, aber Shea ist das zu eindeutig. Es bleibt ohnehin nicht viel Zeit, darüber nachzusinnieren, denn die Zeit rennt ihm davon, wenn er Kalifornien vor der nuklearen Vernichtung retten will.

Soweit die offizielle Beschreibung der Handlung in der Kritik auf der Homepage von new-video (Das DVD und Filmlexikon). Doch sieht man sich diesen Film an, dann entwickelt sich die Handlung auf eine wirklich erstaunliche Art und Weise. Man staune – der Führer der Terroristengruppe ist gar kein Araber, sondern ein Amerikaner. Dieser leitete früher Einsätze in Afghanistan und kam auch mit DU (Depleted Uranium) in Berührung und leidet deshalb an Krebs. Er möchte nicht mehr und nicht weniger, als durch den Anschlag auf das Kernkraftwerk die Aufmerksamkeit der amerikanischen Bevölkerung auf sich ziehen, damit diese endlich das Lügenwerk von G.W.B. durchschaut.

Er möchte beweisen, dass die Kernkraftwerke in den USA viel zu wenig gegen terroristische Angriffe abgeschirmt sind, dass man beim Einsatz der US-Soldaten in Kriegsgebieten zu wenig an deren Sicherheit gedacht hat und dass niemand daran denkt, sich um das Schicksal der Kriegsveteranen zu kümmern und sich ernsthaft mit deren Gesundheitsproblemen auseinanderzusetzen.

So weit so gut, doch die Wahl des Mittels, nämlich der Anschlag auf ein Kernkraftwerk in einem Wohngebiet erscheint sehr zweifelhaft, da dieses um´s Haar in die Luft fliegt. Dabei kommt der Attentäter doch auf die grandiose Idee, sich mit Hilfe seines Laptops mit der Bevölkerung zu verständigen, um G.W.B.´s üble Foreign Policy auffliegen zu lassen. Dabei bedenkt er allerdings überhaupt nicht, dass mit Hilfe von „Communication Warfire“ in Kürze jede IP, die unerwünschten Inhalt versenden möchte, aufgespürt und der betreffende Computer bzw. Laptop mit Viren attackiert wird.

Auf gar keinen Fall möchte jedoch der brave Amerikaner seinem Vaterland schaden. Er verhindert mit sämtlichen in einem Action-Film frei werdenden Wunderkräften zum Glück, dass das Kraftwerk in die Luft fliegt und lässt sich, um einer Festnahme zu entgehen, am Ende der Handlung heldenhaft erschießen.

Ich dachte, ich sehe nicht richtig! Wenn also ein Amerikaner ein Kernkraftwerk in die Luft sprengen möchte, dann tut er dies lt. Film nur, um die Welt zu retten. Wenn aber eine Handvoll Terroristen einen teilweise vergeblichen Angriffskrieg mit alten Flugzeugen auf New York fliegt, dann – löst dies je nach Schreibweise entweder den dritten oder vierten Weltkrieg aus, die weltweite Terrorhysterie bzw. Islamophobie nicht gerechnet. Dabei wäre es – gesetzt den Fall, es wollte jemand mit Gewalt die amerikanische Foreign Policy ändern, wesentlich sinnvoller, so wie die Terroristen 9/11 nicht nur Teile der Zivilbevölkerung, sondern auch das Pentagon und das Weiße Haus anzugreifen, anstatt, wie dieser Amerikaner in einem Wohngebiet mit den Knöpfen eines Kernreaktors zu spielen.

Selten so gelacht! Der Film fällt absolut in die Rubrik sehenswert. Wer sich ernsthaft mit 9/11 auseinandersetzen möchte, findet in den umreichen Online-Archiven von Prof. Chossudovsky sehr viel Material über 9/11 und sollte auch an dem Buch Geheimsache 9/11, Hintergründe über den 11. September und über die Logik amerikanischer Machtpolitik, Naafeez M. Ahmed, Goldmann 2004 nicht vorbeigehen. Ein ebenso detailliertes wie gut dokumentiertes Protokoll von 9/11 findet sich auf der Homepage von Loveearth Network unter dem Titel „Stand Down“.

Bild: Angst über Amerika

Schreibe einen Kommentar »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: