Persische Rosen

Februar 15, 2007 um 10:10 pm | Veröffentlicht in Middle East, Skandale, Wirtschaft, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Der Valentinstag (am 14. Februar des Jahres) gewann an Popularität durch den Handel von Blumen. Der Name des Festes, an dem sich die Menschen Blumen schenken, wird heute zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt.

Anlässlich dieses Tages musste ich an den hässlichen Karikaturenstreit (30. September 2005, Dänemark, Jyllands-Posten) zurückdenken, der außer zu heftigen Protesten, Diskussionen und Demonstrationen dazu führte, dass im Iran dänische Kekse nur noch als die „Rosen von Mohammed“ verkauft werden kann.

Mir ist die Ehre widerfahren,…. die Rose seiner Liebe überreichen darf.“, singt Octavian im zweiten Akt der bekannten Oper „Rosenkavalier“ von Richard Strauß. Sophie antwortet dann, indem sie an der Rose riecht: „Hat einen starken Geruch. Wie Rosen, wie lebendige.“ Octavian darauf: „Ja, ist ein Tropfen persischen Rosenöls darein getan.

Neugierig geworden, versuchte ich nun, herauszufinden, was es denn mit den „persischen Rosen“ auf sich hat und wurde schnell fündig. Es handelt sich bei der „Persischen Rose“ um eine der duftstärksten Rosen, die Damaszenerrose „Rose de Resht“, die vor 1880 aus Persien eingeführt wurde. Die „Rose de Resht“ ist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und kommt auch ohne Spritzungen zurecht.

Diese „Alte Rose“ blüht fast unermüdlich den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein. Es erscheinen pausenlos neue karminrote bis purpurfarbene Blüten. Diese sind nicht sehr groß, ca. 5 cm, zuerst etwas schalenförmig, doch dann beginnen sie, sich zu einem Pompon zu formen, den man fast mit einem Parfümflakon verwechseln könnte, so stark und intensiv ist der Duft.

Wer direkt an Produkten aus dem Iran interessiert ist,, kann „Tautropfen Rosen Naturkosmetik“ aus sozio-ökologischem Anbau von der Firma Aim-Naturprodukte beziehen. In Afghanistan initiierte die Welthungerhilfe sogar ein Projekt, welches in Afghanistan den Anbau von Rosenöl vorsieht (Yahoo, 13.2.2007):

Während in Europa und Afghanistan Rosen aufgrund des Valentintags Hochkonjunktur haben, steht im Osten Afghanistans eine Verwertung anderer Art bevor: die zweite Ernte der Damaszener-Rosen in der Provinz Nangarhar zur Gewinnung von Rosenöl als Alternative zum Opiumanbau.

Bilder: Rose de Resht I, Rose de Resht II, Tautropfen Rosen Naturkosmetik

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