Eine unbequeme Wahrheit

Februar 28, 2007 um 6:15 pm | Veröffentlicht in Democrats, Gesellschaft, Publikationen, Vom Klima | Hinterlasse einen Kommentar

Albert Arnold Gore jr. wurde am 31. März 1948 in Washington D.C. geboren. Nach Abschluss der High School studierte er ab 1965 in Harvard. Im Juni 1969 verließ er Havard mit dem „Bachelor of Arts degree in government„. Bereits während seines Studiums wurde er das erste Mal mit der Klimaforschung konfrontiert. Das Thema „Erderwärmung“ faszinierte ihn erstmals, als er einen Kurs bei Prof. Roger Revelle an der Harvard University besuchte. Dieser war der erste Wissenschaftler, der den Kohlenstoffdioxidanteil in der Atmosphäre gemessen hat.

Die Examensarbeit von Al Gore hatte den Titel „The Impact of Television on the Conduct of the Presidency, 1947-1969„. Al Gore behielt das Interesse für moderne Medien und wurde sogar Mitglied im Aufsichtsrat des Computerherstellers Apple.

Im Jahr 1970 heiratete Al Gore Mary Elizabeth „Tipper“ Aicheson. Beide haben mittlerweile vier Kinder. Zwei Jahre lang, von 1969 – 1971 arbeitete Gore als Kriegsreporter, u.a. in Vietnam. Als er 1971 in die Staaten zurückkehrte, studierte er Philosophie und Jura. Indes verdiente er sich als Zeitungsreporter in Nashville.

Als er in die kommunale Politik wechselte, deckte er einige politische Korruptions-Fälle auf. Von 1977 bis 1979 wurde er Mitglied des Repräsentantenhauses. 1984 wurde Al Gore zum Senator des US-Bundesstaates Tennessee gewählt und trat 1985 sein Amt an. Gore profilierte sich gleichfalls in der Gesundheitspolitik sowie in Rüstungsfragen, worauf er 1988 im Amt bestätigt wurde.

So bald wie möglich veranlasste er die ersten Verhandlungen über das Thema Klimaschutz und trat mit Wissenschaftlern und Politikern in Kontakt. Er ist davon überzeugt, dass die Argumente die Gesetzgeber zu Handlungen veranlassen werden; auch wenn dieser Vorgang langsam fortschreiten würde.

1992 veröffentlichte er das Buch „Earth in Balance: Healing the Global Environment“ und erreichte damit die Weltbestseller-Liste der New York Times. Zu den Anliegen Al Gore´s gehörte auch die Stabilisierung des Bevölkerungswachstums durch einen globalen Marshallplan.

Von 1993 bis 2001 war Al Gore unter Präsident Bill Clinton Vizepräsident. In dieser Zeit setzte Gore 1993 die Einführung einer Kohlesteuer durch, um den Verbrauch an fossilen Brennstoffe einzuschränken und somit den Treibhauseffekt zu reduzieren. Er half auch bei der Durchsetzung des Kyoto-Protokolls, einer internationalen Vereinbarung mit dem Ziel, den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Die Vereinigten Staaten haben den Vertrag zwar unterzeichnet, ihn aber nicht ratifiziert.

Während seines Wahlkampfs (2000) versprach Gore dem Abkommen im Falle seines Amtsantrittes zuzustimmen. Bekannt wurde, dass G.W.B. bei den Wahlen im Jahr 2000 den Wahlsieg lediglich mit Hilfe seines Familienclans durchsetzen konnte. In einem unsauberen Verfahren in Florida wurde die Auszählung der Wahlkarten in Florida vorzeitig gestoppt. Dieser Verstoß gegen grundsätzliche Regeln westlicher Demokratien wurde von Michael Moore in dessen Film „Fahrenheit 9/11“ aufgegriffen. Eine genaue Beschreibung dieses Skandals befindet sich im Buch „Stupid white men“, Piper, 2001, welches Michael Moore bereits vor 9/11 verfasst hat.

Seine Dokumentation Eine unbequeme Wahrheit (Originaltitel An Inconvenient Truth), die auf die Gefahren des weltweiten Klimawandels aufmerksam machen soll, erhielt im Februar 2007 zwei Oscars der kalifornischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Einige Wissenschaftler kritisierten seine Arbeit. Unter den Skeptikern am meisten bekannt wurde der Bestsellerautor Michael Crichton, der mit „State of Fear“ (Welt in Angst) ein durchaus beeindruckendes Statement gegen jedwede „Klimahype“ verfasst hat.

Dem steht entgegen, dass Al Gore selbst fachlich so kompetent ist, dass man seinen Argumenten auf jeden Fall Aufmerksamkeit schenken sollte. Selbst, wenn die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Erderwärmung geringer sein sollte als in seinem Film angegeben, müssten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, damit unser Planet auch im „worst case“ ausreichend geschützt ist.

Sieht man sich die Biographie Al Gores ein wenig näher an, dann muss man doch außerdem sehen, dass dieser persönlich mit dem Kriegsgeschehen, mit globalen Fragen betreffend Aufrüstung, Rohstoffbedarf und Demographie ebenfalls konfrontiert war. Insgesamt gesehen stellt sicher seine Idee, den Verbrauch an fossilen Brennstoffen entscheidend zu drosseln, nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für den Erhalt des Weltfriedens, für die Weiterentwicklung von Drittländern eine regelrechte Innovation dar. Deshalb glaube ich, dass sein Film und sein Anliegen jede Unterstützung verdient hat.

Biographie: Wiki, Biographie Who´s Who

Bild: Albert Arnold „Al“ Gore jr., Eine unbequeme Wahrheit

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