Wirtschaftssanktionen

März 18, 2007 um 6:46 pm | Veröffentlicht in Democrats, Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Skandale, Vom Klima, Waffen, Wirtschaft, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Prof. Chossudovsky, ein Wirtschaftsexperte aus Kanada, besticht durch sein Fachwissen in verschiedenen Bereichen und beschreibt sehr detailliert, wieweit wirtschaftliche Interessen und Kriege in den USA miteinander verknüpft sind. Er schrieb etliche Bücher, die bereits in zwanzig Sprachen übersetzt wurden, hält Vorträge in vielen Ländern und dürfte einer der ganz wenigen sein, die zur Zeit in der Lage sind, über das Ausmaß der US-Pläne und die Vorgangsweise der Bush-Regierung verlässlich und ausführlich Auskunft zu geben.

Sollte jemand seine Aussagen anzweifeln, dann nehme sich der Betreffende am besten mehrere Tage Zeit, um die Homepage von Prof. Chossudovsky, globalresearch.ca, anzusehen und um dort in den umfangreichen Archiven zu stöbern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass derjenige, der stichprobenartig den vielfach vorhandenen angegebenen Quellenangaben nachgeht, zur Gegenrecherche in den Tagesnachrichten, in zugänglichen Unterlagen und Büchern zum Thema Middle East nach Querverbindungen und Hinweisen sucht, noch Zweifel daran hat, dass die Außenpolitik der Bush-Regierung grundsätzlich gefährlich aggressiv ist.

In diesem Posting möchte ich nur auf ein Detail aus seinen umfangreichen Veröffentlichungen verweisen, und zwar auf seine Beobachtungen über die Wirtschaftsbeziehung zwischen Vietnam, den USA und dem IWF und anderen Organisationen.

In den Medien wurde nicht viel darüber berichtet, wie sich der Staat Vietnam nach dem Rückzug der Amerikaner nach dem Vietnamkrieg wirtschaftlich weiterentwickelte. Nach der offiziellen Darstellung gaben die Vereinigten Staaten schließlich ihren Widerstand gegen die Vergabe von Darlehen und Hilfsleistungen für den Wiederaufbau Vietnams von Seiten des Internationalen Währungsfonds und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank) im Juli 1993 auf. Vietnams Streben nach schnellem Wachstum wurde teilweise durch das rapide Wachstum Chinas und durch die Bedrohung der vietnamesischen Sicherheit forciert. Die Vereinigten Staaten hoben 1994 ihr über Vietnam verhängtes Handelsembargo auf und errichteten im August 1995 ein diplomatisches US-Büro in Hanoi.

Um welchen Preis? Die Darstellung von Prof. Chossudovsky „Who won the Vietnam war“ beschreibt, wie nach dem Krieg Vietnam von der Weltbank wirtschaftlich Schritt für Schritt massiv unter Druck gesetzt wurde (Jul./Aug. 1995, Peace Magazine.org).

Dieser Bericht weist auf sehr interessante Perspektiven im wirtschaftlichen Bereich hin. Er zeigt auf, dass der IWF, der internationale Währungsfond über sehr viel Macht verfügt, um einem anderen Land den Willen der Weltmacht USA aufzuzwingen.

Seit Prof. Chossudovsky begann, sich für die Politik der USA zu interessieren, sind viele Jahre vergangen. Inzwischen wurde Paul Wolfowitz, der frühere stellvertretende Verteidigungsminister der USA in der ersten Regierungsperiode von G.W.B., Chef der Weltbank, sodass sogar zusätzlich noch eine Machterweiterung im wirtschaftlichen Bereich vorhanden ist. Die Möglichkeit, über Wirtschaftssanktionen Druck zu machen, beschränkt sich also keinesfalls auf harmloses „Appeasement“, sondern sozusagen auf eine ökonomische Kandare.

Bilder: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg, Paul Wolfowitz

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