„Soft Revolution“ und Terror im Iran

Mai 27, 2007 um 6:36 pm | Veröffentlicht in Middle East, Skandale, Waffen, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Weiterhin ballt sich die gewaltige Armada der USA am persischen Golf. Seit dem Eintreffen der Flugzeugträger in dieser Region wurde sie sogar noch zusätzlich verstärkt In Kuweit führten die US-Truppen sogar mit „amphibischen Booten“ „Landeübungen“ durch (Kuweit Times, Globalresearch.ca). G.W.B. ließ sich inzwischen für den Krisenfall weitreichende Vollmachten zusichern (globalresearch.ca), ebenso wie der britische Innenminister John Reid (globalresearch.ca).

Zu meiner Überraschung veröffentlichte am 27.5.2007 die Jerusalem Post einen Artikel mit folgender Überschrift: Bush authorized CIA to carry out ’soft revolution‘ in Iran. Vorausgegangen war noch eine Warnung britischer Experten, die einen „preemptive war“, einen Militärschlag auf den Iran, als zu gefährlich und kontraproduktiv einstuften (24.5.2007, Jerusalem Post).

Zu den (auslandgestützten) Terrorgruppen, die im Iran einen Regierungsumbruch von innen unterstützen sollen, gehört unter anderem eine Splittergruppe an der iranisch-pakistanischen Grenze mit dem Namen Jundullah (Army of God in Farsi). Diese Terrorgruppe wird nicht nur im oben genannten Artikel der Jerusalem Post namentlich erwähnt, sondern auch in der PressTV, und zwar am 2.4.2007. Auch auf der US-Militärbeobachtungsseite von John Pike finden sich etliche Spuren, unter anderem ein konkretes Bekenntnis dieser Terrorgruppe zu einem Anschlag im Iran:

Jundullah has claimed responsibility for the March 16 attack on a motorcade traveling between the cities of Zahedan and Zabol in which more than 20 people were killed and another seven were injured (see „RFE/RL Iran Report,“ 29 March 2006). The group released a videotape in which it said it was holding several hostages. (Bill Samii) (10.4.2006, globalsecurity.org)

Trotz aller Erleichterung über das offizielle Umschwenken von G.W.B. auf „soft revolution“ betreffend den Iran fiel mir auf, dass die „Jundullah“ aus Beluchistan stammt, einer Region, die auf der „neuen Karte“ als unabhängiges Land angegeben ist. Die Region „Balochistan“ verteilt sich auf den Südosten Irans, den Südwesten Pakistans und einen kleinen Teil Afghanistans (siehe auch Posting). Solange G.W.B. an der Macht ist, sollte der gesamte M.E. nach wie vor unter erhöhte Aufmerksamkeit gestellt sein.

Bild: Ethnische Karte der Region

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