Saddam Hussein ins Exil?

Juli 16, 2007 um 6:16 pm | Veröffentlicht in Anachronismen, Middle East, Skandale, USA | Hinterlasse einen Kommentar

Ganz kurz nur wurde die Meldung veröffentlicht, dass sich kurz vor dem Beginn des ins Desaster führenden Golfkrieg III die Lösung angeboten hatte, den irakischen Diktator Saddam Hussein ins Exil zu schicken (3.11.2005, CNN.com).

Gerhard Konzelmann beschreibt in seinem Buch Insch´Allah, Der Glaube um Krieg und Öl, Herbig, München 2003 über die Versuche des saudischen Königshauses, den Konflikt doch noch zu schlichten. Dabei beruft er sich auf einen Artikel im Magazin Newsweek vom 27.1.2003 mit dem Artikel „The Arab Alternative“ (S 449 ff) und einen Kommentar des damaligen Pressesprechers G.W.B.´s Ari Fleischer (S 458 ff).

Dieser Pressebericht findet sich auch wirklich in den Online-Unterlagen des weißen Hauses (30.1.2003, White House).

Saddam Hussein ist tot. Er war gewiss ein grausamer Desport, der viele Menschen hinrichten ließ und sich von Tyrannen wie A.H. und Staling als Vorbild für seine eigene Politik nie ausreichend distanzierte. Es ist gut, dass er weg ist. Doch er war auch ein Träumer, der in seinem Land den christlichen Glauben zuließ, das finstere islamische Recht verbannte und sogar davon träumte, in Babylon eines Tages eines der Weltwunder neu erstehen zu lassen, und zwar die „Hängenden Gärten der Semiramis„:

Der Zeitraum, der für Verhandlungen abgestellt wurde, um Iraks Diktator Saddam Hussein einen Ausweg ins Exil zu gewähren, war vergleichsweise zu anderen Bemühungen, den Irak unter Kontrolle zu bekommen, nur auf kurze Zeit, auf wenige Wochen befristet. Betrachtet man jetzt das Ausmaß an Zerstörung, wird erst der Schaden ersichtlich, der dadurch entstanden ist, dass nicht mehr unternommen wurde, um für dieses ursprünglich wunderschöne Land und die darin lebenden Menschen auf diplomatischem Weg eine friedliche Lösung zu finden.

Bild: Die hängenden Gärten der Semiramis

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