Gerhoch Reisegger: Zweifel an 9/11

August 30, 2007 um 2:27 pm | Veröffentlicht in Middle East, Skandale, USA, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

In diesem Beitrag möchte ich auf das Buch „Wir werden schamlos irregeführt„, Hohenrain-Tübingen, 2003 hinweisen, das nicht nur in einem Abschnitt ganz detailliert auf den Ablauf der Ereignisse 9/11 eingeht, sondern auch das wirtschaftliche und politische Umfeld der US-Außenpolitik unter der Präsidentschaft von G.W.B. genau beschreibt. Dabei analysiert der Autor, Ing. Gerhoch Reisegger die Motive ebenso wie die geschaffenen „Rechtsgrundlagen“ des Irakkrieges und geht auch auf theoretische Hintergründe ein, wie etwa den „Clash of Civilisations“ (CoC) von Samuel P. Huntington ebenso wie auf die Überlegungen des Politikwissenschaftlers Zbigniew Brzezinski.

Während etliche Bücher betreffend „Bush-Bashing“ flüssig und spannend geschrieben sind, muss man sich bei Gerhoch Reisegger anstrengen, um seinen trockenen, mich Fachausdrücken, Fußnoten und Quellenangaben gespickten Ausführungen folgen zu können. Doch es ist fast nicht nötig, das Buch fertig zu lesen. So schnell, wie die Twin Towers bei den Anschlägen einstürzten, vermittelt der Autor die Überzeugung, dass – sehr milde ausgedrückt – die offizielle Darstellung der US-Regierung über deren Konflikte mit den islamischen Ländern nicht mit den Fakten überein stimmt.

Gerhoch Reisegger arbeitet als selbständiger Unternehmensberater. Zuvor war er Geschäftsführer eines Mathematik-Unternehmens und führte als Marketing-Direktor eine Tochterfirma eines US-Computerkonzerns. Er erreichte beim österreichischen Bundesheer den Grad als Reserve-Offizier. Er studierte Physik an der Technischen Universität Wien. Außerdem kann Gerhoch Reisegger auf langjährige Auslandstätigkeit in der Computerbranche hinweisen. Seit Jahren publiziert er zu wirtschafts- und geopolitischen Themen und hält auch Vorträge.

Vom ihm erhältlich ist noch ein weiteres Buch zu 9/11, und zwar „11. September: Die Bildbeweise„, Hohenrain, Tübingen, 2007, dem sogar eine CD beigelegt ist.

Bilder: Wir werden schamlos irregeführt , 11. September: Die Bildbeweise

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Ausflug in den Zoo

August 23, 2007 um 9:25 pm | Veröffentlicht in Anachronismen | Hinterlasse einen Kommentar

Panda Baby geboren! So lautete heute, am 23. August 2007, die erfreuliche Nachricht aus dem Wiener Zoo Schönbrunn. Dieses unerwartete Ereignis ist in gewisser Weise ein regelrechtes Geburtstagsgeschenk für den Zoo, der am 31.Juli 2007 seinen 255. Geburtstag feierte. Direktorin und Geschäftsführerin Dr. Dagmar Schratter strahlt, gelang es ihr doch, von einem der seltensten Tiere Nachwuchs zu züchten.

Jeder weiß, wie ein Pandabär aussieht, denn ein Foto dieser vom Aussterben bedrohten Tiere wurde als Vorlage für das Logo des WWF, des World Wildlife Fonds gewählt. Auch als Stofftiere im Kinderzimmer sind Pandabären stark verbreitet. Aber kaum jemand kann sich vorstellen, wie ein neugeborener Pandabär aussieht. Das ist auch kein Wunder. Nur große Zoos, die über genug finanzielle Mittel, Kontakte und aufmerksame Pfleger verfügen, schaffen es überhaupt, diese seltenen Bären zu halten.

Nur 161 Tiere werden zur Zeit in Zoos gehalten und vertilgen dort jeden Tag 20 bis 30 kg Bambus. Zu ihrer Diät gehört ab und zu auch ein Happen Eiweiß, denn in ihrer Heimat China genießen sie gelegentlich Frischfleisch, wenn es ihnen gelingt, einen Fisch oder ein kleines Tier zu schnappen. Deshalb gehört auch Pandabärin Yang Yang zu den Attraktionen und Publikumslieblingen des Schönbrunner Zoos.

Zur Ehrenrettung der chinesischen Regierung muss man sagen, dass etliche Schutzgebiete zusammengelegt wurden, um die Population zu erhalten.Diese Maßnahme bewirkte, dass die Anzahl der frei lebenden Tiere inzwischen wieder auf 1600 Exemplare anstieg.Erwachsene Tiere wiegen ausgewachsen etwa zwischen 120 und 170 kg und messen von der Schnauz- bis zur Schwanzspitze gute eineinhalb Meter. Ihre Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt etwa 25 Jahre.

Es ist sehr schwer, Große Pandas in Gefangenschaft zu züchten. Fast niemals gelingt es, die Partner füreinander zu interessieren. Dies führte zu dem drolligen Versuch, eine Pandabärin im Zoo von San Diego mit Sexfilmen dazu zu animieren, sich für die „schönste Sache der Welt“ doch noch zu begeistern. Die ungewöhnliche Show hatte in diesem Fall Erfolg. Meistens jedoch versucht man mit Hilfe von künstlicher Befruchtung Nachwuchs zu erzielen. Die letzten in Europa geborenen Pandabären kamen 1982 im Zoo von Madrid auf die Welt.

Deshalb war die Freude darüber umso größer, dass das kleine Bärchen im Schönbrunner Zoo auf natürlichem Weg gezeugt werden konnte und ohne Komplikationen auf die Welt kam. Das Neugeborene, das nach einer Tragzeit von 127 Tagen auf die Welt kam, ist noch ganz winzig und wiegt nicht mehr als 100 g. Es hat noch nicht einmal Haare. Lustig ist, dass kleine Pandabären mit einem Schwänzchen auf die Welt kommen, das etwa ein Drittel ihrer Körperlänge ausmacht. Die Augen sind in den ersten Tagen noch geschlossen.

Es ist eine gute Frage, ob „es“ jetzt ein „er“ oder eine „sie“ ist, denn in den ersten zwei bis drei Monaten verbleiben Mutter und Kind geschützt in der Wurfbox. Mit etwas Glück helfen Bilder der Überwachungskameras, das Geschlecht zu identifizieren. Es bleibt also noch Zeit bis zur Taufe.

Glück wird das Kleine noch in der nächsten Zeit noch brauchen, denn leider überleben etwa 40% der empfindlichen Nachwuchstiere die ersten zwölf Monate nicht. Es bleibt also für die Zoodirektorin und ihren Mitarbeiterstab eine spannende Aufgabe, jede mögliche Maßnahme zu treffen, damit „Youngster“ gut aufwächst.

Homepage:Schönbrunner Zoo

Zusatzinformation: Pandabär, Wiki, Pressetext.de

Bilder:Großer Panda, Kletternder Großer Panda

16. August: 30. Todestag von Elvis Presley

August 16, 2007 um 12:09 pm | Veröffentlicht in Anachronismen, Videos, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Zur Erinnerung an Elvis Presley einige Videoclips, in denen der „King of Rock´n Roll vom Frieden und einer besseren Welt singt:





Im Iran wurde, wie man weiß, Popmusik leider verboten. Trotzdem dichteten und komponierten iranische Fans für die ihre Fußballmannschaft einen schwungvollen Song, „Arash“ und vertonten ihn gelungen.


Zur Erholung kurz abgetaucht!

August 14, 2007 um 9:26 am | Veröffentlicht in Middle East, Videos, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Welse (Waller) sind Fische, keine Säugetiere wie die Wale. Sie werden fast 3 m lang und gehören zu den interessantesten Süßwasserfischen, die in größeren europäischen Seen oder Flüssen manchmal gesichtet oder gefangen werden (Unterwasserwelt).

In der Alten Donau wurde nun ein besonders altes und großes Exemplar entdeckt. Der Wels – es handelt sich um ein männliches Tier, wurde auf den Namen „Wenzel“ getauft. Tierfreunde hoffen, dass „Wenzel“ möglichst lange dort bleibt (26.6.2007, orf.at)!

Längst nicht populär wie die riesigen Waller sind die mesopotamischen Welse, die in den Flüssen der Türkei, des Irak und Syriens leben Leider fand ich im Internet kein Bild von dem großen Fisch, sondern lediglich eine extrem trockene Abhandlung über Silurus triostegus.

Bild: Wels


Arche Noah im Iran entdeckt?

August 12, 2007 um 8:38 pm | Veröffentlicht in Anachronismen, Vom Klima, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte (1. Mose Kap. 7,7-9).

Bis vor kurzem gingen Bibelforscher davon aus, Reste des ältesten und bekanntesten Schiffes der Welt, der Arche Noah, auf dem Berg Ararat im Osten der Türkei gefunden zu haben.

Doch seit kurzem entstand die Theorie, die Arche Noah könnte ostwärts geschwommen und auf einem Berg im Iran gelandet sein, und zwar auf Mount Suleiman in der Elburz-Gebirgskette. Natürlich meldeten sich gleich Skeptiker, die Zweifel an dieser Theorie äußerten (5.7.2006, National Geographics).

Es wird wohl, unabhängig ob alte Holzteile jetzt auf dem Berg Ararat oder auf dem Berg Suleiman gefunden wurden, kaum möglich sein, herauszufinden, wieviel Wahrheitsgehalt in dieser schönen, alten Legende überhaupt enthalten ist.

Tatsache aber ist, dass der Iran ein wahres Eldorado für Naturforscher darstellt. Gefunden wurden Schlangen, von denen man glaubte, sie wären ausgestorben, ebenso seltene Eidechsen und Amphibien (20.12.2004, National Geographics).

Im Iran entdeckt wurde unter anderem auch, dass im Iran seit dem zweiten Golfkrieg (1991) noch immer mehr als 200.000 irakische Flüchtlinge leben, die auf eine Rückkehr in ihre Heimat hoffen (16.6.2003, National Geographics).

Bild: Arche Noah

Grüße aus Salzburg

August 10, 2007 um 4:55 pm | Veröffentlicht in Anachronismen, Frauen im Islam, Publikationen, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn von „Zwangsverheiratungen“ und „Leibeigenschaft“ gesprochen wird, dann – denken Salzburger Festspielgäste zumindest heuer daran, dass es noch nicht allzu lang her ist, dass in Russland Leibeigene das Feld bestellten (1601-1861). Der große Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin (1799-1837) beschrieb seine Empörung über diesen Missstand mit folgenden Worten (Puschkin und die Schillerzeit):

Oh, warum kann mein Wort die Herzen nicht empören?
Warum muss diese Glut in mir vergeblich glühn?
Und warum ward mir nicht Beredsamkeit verliehn?
Seh ich einst frei mein Volk? Wann lösen sich die Bande
Der schnöden Sklaverei, weil es der Zar gebot?
Wann endlich steigt empor ob meinem Vaterlande
Der wahren Freiheit schönes Morgenrot?

Puschkin wurde bei einem Duell erschossen. Das war zur damaligen Zeit nichts Ungewöhnliches. Noch am Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte es nahezu zur Tagesordnung, dass sich Offiziere, die sich in ihrer „Mannesehre“ beleidigt fühlten, gegenseitig den Fehdehandschuh ins Gesicht warfen, um dann unter Aufsicht ihrer Sekundanten gegeneinander zum tödlichen Kampf anzutreten.

Unter anderem von einem Duell handelt auch eines der bekanntesten Werke des Dichters, Eugen Onegin (1823-1830). Die „elegischen Verse“ bildeten die Basis für das Libretto für die Oper (Wiki). des bekannten Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

Die Premiere der Oper bei den Salzburger Festspielen am 29.7.2007 wurde auch dadurch ein besonderes Ereignis, dass niemand Geringerer als Daniel Barenboim das Orchester dirigierte (30.7.2007, ORF.at). Der in Argentinien geborene Jude Daniel Barenboim erreichte in der Musikwelt nicht nur als großer Dirigent Weltruhm, sondern er gab auch stets sein Bestes darin, sein Können zur Verständigung zwischen den Völkern einzusetzen. Er organisierte Konzerte, in denen Israeli und Palästinenser gleichzeitig spielten und wagte sogar, in Israel ein Stück aus Wagner´s Tristan und Isolde zu spielen.

Woran Daniel Barenboim wohl heuer während der Aufführung von „Eugen Onegin“ gedacht hat? Ganz am Anfang erzählt die Mutter von Tatjana, sie selbst wäre als 13-jähriges Mädchen wider ihren Willen verheiratet worden – genauso, wie es jetzt noch in manchen islamischen Ländern der Brauch ist. Das Mädchen, Tatjana, beschließt darauf hin, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und schreibt einen Brief an den Held ihres Herzens, Eugen Onegin. Möge diese berührende Szene, hier gesungen von der russischen Sängerin Anna Samuil, ebenso wie einige andere aus dieser Oper daran erinnern, dass die Zeit, in der sich auch in christlichen Gesellschaften erhebliche Missstände fanden, noch gar nicht so lange her ist:



Bild: Daniel Barenboim

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