Was die US-Außenpolitik mit Harry Lime zu tun hat

Februar 21, 2008 um 11:57 am | Veröffentlicht in Generell, Middle East, Skandale, USA, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

In jedem Krieg gibt es eine Reihe von Personen, die es schaffen, aus dem Leid der betroffenen Menschen Profit zu schinden. Über einen solchen Menschen schrieb auch der bekannte Autor Graham Green in seinem Buch „Der dritte Mann„. Der gleichnamige Film von Carol Reed mit bekannten Schauspielern wie Orson Welles und der mitreißende Soundtrack des Wieners Anton Karas wurde ein Welterfolg.

Zur Handlung: Der Kriegsgewinnler Harry Lime verkauft „gestrecktes“ Penicillin zu horrend hohen Preisen an kapitalkräftige Kundschaft. Dabei nahm er in Kauf, dass die gepfuschten und gepanschten Medikamente oft mehr schadeten als nutzen. Als er gemeinsam mit dem amerikanischen Journalisten Martins Holley in einem Wagen des Riesenrads saß, erklärte er seine Philosophie:

Sie (Martins Holley und Harry Lime) blicken auf die aus dieser Höhe winzig wirkenden Menschen hinab, und Harry Lime fragt Holley, ob er 20000 Pfund ablehnen würde, wenn er ihm diesen Betrag für jeden toten „Punkt“ da unten böte (Der dritte Mann).



An dieser Stelle sollte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, wie gigantisch hoch die Gewinne im Öl- und Rüstungsgeschäft sind. Es war der frühere US-Präsident Dwight Eisenhower, der bereits 1961 in seiner Abschiedsansprache die Öffentlichkeit das erste Mal vor dem Einfluss des „Militärisch-industriellen Komplex“ auf die Demokratie warnte. Er sagte wortwörtlich:

„Until the latest of our world conflicts, the United States had no armaments industry. American makers of plowshares could, with time and as required, make swords as well. But now we can no longer risk emergency improvisation of national defense. We have been compelled to create a permanent armaments industry of vast proportions. Added to this, three and a half million men and women are directly engaged in the defense establishment. We annually spend on military security alone more than the net income of all United States corporations.

Now this conjunction of an immense military establishment and a large arms industry is new in the American experience. The total influence — economic, political, even spiritual –is felt in every city, every Statehouse, every office of the Federal government. We recognize the imperative need for this development. Yet we must not fail to comprehend its grave implications. Our toil, resources, and livelihood are all involved. So is the very structure of our society.

In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist. We must never let the weight of this combination endanger our liberties or democratic processes. We should take nothing for granted. Only an alert and knowledgeable citizenry can compel the proper meshing of the huge industrial and military machinery of defense with our peaceful methods and goals, so that security and liberty may prosper together.


Seine Enkelin, Susan Dwight Eisenhower, unterstützt mit dem Hinweis auf die Bedenken ihres herausragenden Großvaters massiv die Kandidatur des demokratischen Kandidaten Obama Barak (2.2.2008, WashingtonPost.com).

Auch der demokratische Kandidat 2004, Senator John Kerry scheut keine Mühe, die Wähler für Senator Obama Barack zu begeistern.




Inzwischen erscheinen die Bedenken, wie weit die voreilig akzeptierte Unabhängigkeit des Kosowo nationalistische Strömungen anderer Minderheiten in Europa und in anderen Ländern ermutigen könnte, durchaus berechtigt. Auch der kanadische Autor Mahdi Darius Nazemroaya, Mitarbeiter von Prof. Michel Chossudovsky, zog Vergleiche zwischen dem Kosowo und dem Irak und stellte sich auf den Standpunkt, mit der Anerkennung eines unabhängigen Kosowo wäre „Pandoras Büchse“ geöffnet (20.2.2008, Globalresearch.ca).

Nicht vergessen: Für die „dort oben“ sind wir die Punkte. Es hängt sehr viel von der Integrität jener ab, in deren Hand in Zukunft die Macht liegt.

Bild: Riesenrad

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