Was ist Wahrheit?

Juli 20, 2008 um 9:06 am | Veröffentlicht in Gesellschaft, Skandale, Without Clash, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Bekanntlich lässt sich jedes Argument, jede Aussage relativieren. Wenn aber 3000 palästinensische Flüchtlinge, die aus dem Irak nach Syrien flüchten mussten, doch tatsächlich in den Sudan, nach Khartum, abgeschoben werden sollen, dann ist ihre Angst, ihr Kummer und ihr Leid so real, wie es real ist, dass im Winter der Schnee, den man angreift, kalt und nass ist (14.7.2008, refugeesinternational.org). Wer nicht genug zu essen und zu trinken bekommt, stirbt. Daran können die schönsten Gedankengebäude nichts ändern.

Darüber, wie Christen mit Flüchtlingen und anderen benachteiligten Personen eigentlich umgehen sollten, steht genug in der Bibel. An folgendem Satz führt kein Philosophieren vorbei:


„Ich bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum
Vater denn durch mich (Joh. 14,6).“

Außerdem bauen die Eckpfeiler moderner Rechtsstaatlichkeit in weiten Teilen auf christlichen Grundsätzen auf. Es kann nicht besonders gut sein, ausgerechnet an dem Ast zu sägen, auf dem das Glück und die Freiheit der Menschen in den westlichen Demokratien aufbaut. Dem schwammigen Opportunismus der jetzigen US-Regierung, die zur Problemlösung auf umstrittene Maßnahmen wie Angriffskriege, Folter oder Einkerkerungen setzt, gewinne ich deshalb nichts ab. Abgesehen davon kann man ja darüber nachdenken, ob 2 und 3 nicht eigentlich 6 statt 5 sind.

Bild: Der Nil bei Khartum um 1910

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Der Papst und die Tiere

Juli 18, 2008 um 2:44 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Die Ankunft des Papstes am 17.7.2008 in Australien erregte weltweit das Interesse der Menschen. Nebst den weitgehend voraussehbaren Ansprachen des Papstes anlässlich des Weltjugendtages erregte es Rührung und Aufmerksamkeit, dass der Zoo aus Sydney mit einer kleinen Abordnung aus der australischen Tierwelt dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche seine Aufwartung machte. Berichtet wurde, dass Papst Benedikt XVI sehr freundlich reagierte und die Tiere streichelte (18.7.2008, wdr.de).

In vielen Ländern der Welt berichteten verschiedene Medien über dieses herausragende Kirchenereignis. Dabei wurde in einem Artikel der Online-Ausgabe der iranischen Tehran Times wohlwollend vermerkt, dass als Reisebegleiter von Papst Benedikt XVI ein Kätzchen mit von der Partie war (15.7.2008, tehrantimes.com).

Mit der Katze hat es im Islam eine besondere Bewandtnis. Eine Legende erzählt, dass sich Prophet Mohammed einstmals selbst den Ärmel seines Gewandes abschnitt, als er zum Gebet aufstehen wollte, um das darin schlafende Kätzchen, „Muezza“, nicht zu wecken. Seiner Liebe zu dieser Katze wäre es zu verdanken, dass den Katzen die Gabe verliehen wurde, bei einem Sturz wieder auf die Pfötchen zu fallen (wiki).

Der deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe bemerkte die gute Beziehung des Propheten zu seiner Katze schon früher und versetzte „Mohammeds Katze “ sogar ins Paradies:

Abuherriras Katze hier
Knurrt um den Herrn und schmeichelt.
Denn immer ist’s ein heilig Tier,
Das der Prophet gestreichelt (gutenberg.spiegel.de).

Die Vorliebe von Papst Benedikt XVI für Katzen ist bekannt. Kinder- und Katzenfreunde werden sich darüber freuen, dass jetzt ein Buch über seine Person herauskommt, indem die Geschichte dieses Pontifex aus der Sicht seines Katers Chico erzählt wird (Jeanne Perego, Joseph & Chico: Eine Katze erzählt aus dem Leben von Papst Benedikt XVI, Herder, Freiburg, 2008).

Vielleicht aber sieht die Kirche die Tiere in der modernen Gesellschaft unter anderem als wichtiges Medium, das hilft, Spannungen und alte Feindschaften erfolgreich beiseite zu legen. Mit diesem Gedanken stünde sie nicht alleine.

Im Iran arbeiten trotz aller offiziellen Differenzen islamische Forscher mit Experten aus den USA und Großbritannien unter dem Motto „Bridging the Iran-West divide to save cheetahs“ einträchtig zusammen, damit der dort noch lebende Bestand der seltenen Raubkatze ausreichend geschützt wird (20.6.2008, turkishdailynews.com).

Bild: Josepf & Chico, amazon.de

JibJab und Seymour Hersh

Juli 15, 2008 um 10:29 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, USA, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

So richtig perfekt durch den Kakao ziehen kann und soll man sich am besten selber. Aber ob nicht gar so viel Humor einem echten Eigentor gleich kommt? John McCain zum Thema Computer:

Unerreicht in Sachen Humor sind die Filme der Cartonisten Jib Jab. Unvegessen bleibt sicherlich das witzige Filmchen „This land is my land“ anlässlich des Wahlkampfes zwischen GWB und Senator John Kerry:

Auch anlässlich des derzeitigen Wahlkampf wurden die Kandidaten bereits gehörig verrissen. Unglaublich, wie graziös hier John McCain dahinschwebt:

Über „Selbstgemachtes“ geht aber überhaupt nichts. Es war von vornherein klar, dass es nochmals als Mega-Wahlkampfthema aufgekocht und aufgegossen wird, dass Obama´s Vater ein Moslem war. Wie in den Tageszeitungen beichtet wurde, war eine von der „New Yorker“ auf de Titelseite veröffentlichte Karikatur des Kandidaten Obama Barack und seiner Frau so boshaft, dass weltweit über diese Zeichnung berichtet wurde.

Deshalb sieht sich nun sicherlich eine große Anzahl von Usern auf der ganzen Welt die Homepage der New Yorker an, um die umstrittene Karikatur sehen wollen, auf der Obama Barack mit dem Turban auf dem Kopf und Michelle Barack mit einem Maschinengewehr auf dem Rücken zu sehen ist.

Vorsicht: Backslash! Die New Yorker ist ein „Hausblatt“ der Liberalen, noch genauer gesagt jenes Magazin, das regelmäßig Artikel des bekannten Enthüllungsjournalisten Seymour Hersh veröffentlicht. Den vielen „Reps“, die diese Seite vermutlich mit besonderem Vergnügen anklicken werden, kann, wenn sie sich dieses Online-Magazin nur ein klein wenig ansehen, dessen Informationskampagne betreffend den Iran fast nicht entgehen (15.7.2008, newyorker.com).

Demokratie in Gefahr

Juli 9, 2008 um 11:51 pm | Veröffentlicht in Anachronismen | Hinterlasse einen Kommentar

Mittlerweile ließ sich GWB im Fall eines Angriffes auf Amerika bzw. das Eintreten einer größeren Naturkatastrophe eine ganze Reihe von Vollmachten zusichern ließ (National Security Presidential Directive). In einem solchen Fall könnte er die Führung der gesamten Bundesregierung, also mit der Koordination der Exekutive, der Legislative und der Judikative, übernehmen (Wiki).

Einige Beobachter gehen davon aus, dass GWB dank dieser Regelung ohne Zustimmung des Kongresses sogar einen Krieg beginnen könnte (8.7.2008, (1.7.2008, globalresearch.ca, whitehourse.gov, (10.7.2008, ).

Johnny Appleseed

Juli 9, 2008 um 10:13 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, USA, Videos, Waffen, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Bei allem Respekt vor der amerikanischen Nation kann kein Mensch behaupten, dass die USA auf kulinarischem Gebiet eine Vormachtstellung einnimmt. Dieses Gebiet zu vernachlässigen bzw. in Vergessenheit geraten zu lassen, hinterlässt keinen guten Eindruck.

Früher einmal, zur Zeit der amerikanischen Kolonialzeit, wurde gerne eine nette Geschichte von einem Pionier erzählt, der eigentlich John Chapman hieß, besser aber unter dem Namen „Johnny Appleseed“ bekannt war. Dieser Johnny Appleseed zog, höflich, freundlich und fromm, immer weiter nach Westen und pflanzte dabei immer wieder Apfelbäume in großer Anzahl. Natürlich mochte ihn jeder. Viel später wurde seine Person auch dadurch bekannt, dass Walt Disney seine Person in einem lustigen Zeichentrickfilm auf die Kinoleinwand brachte:


Im übetragenen Sinn müssten es also Amerika, das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, sehr wohl schaffen, in der Verhandlung mit islamischen Ländern auch ohne Einsatz von Gewalt einen Kompromiss zu erreichen.

Erst vor wenigen Wochen dagegen behauptete ein früherer iranischer Botschafter, man hätte Präsident Ahmadinedschad anlässlich seines Besuchs in Rom einer hohen Strahlung ausgesetzt und so versucht, – milde ausgedrückt – seiner Gesundheit zu schaden (20.7.2008, globalsecurity.org).

Nochmals an die Kochkunst gedacht, war zwar Jakobs Methode, Esau mit Hilfe eines Linsengerichtes dessen Erbteil abzuluchsen, auch nicht gerade fein, funktionierte aber im Vergleich zu „modernen Methoden“ zumindest der Legende im AT nach wesentlich besser (1. Buch Moses, 29-34).

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