Zum Jahreswechsel: Fu Long

Januar 1, 2008 um 12:09 am | Veröffentlicht in Middle East, USA, Verständigung, Videos, Vom Klima, Without Clash, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Gewaltsame Übergriffe wie etwa der Angriff der Türkei auf die kurdische Terrorgruppe PKK im Irak und die Ermordung der Politikerin Benazir Bhutto in Pakistan geben für die Befürchtung Anlass, dass sich während der restlichen Amtszeit des G.W.B. vorhandene Konflikte doch noch wie ein Flächenbrand ausbreiten könnten.

Obwohl sich die Stimmung zwischen Israel, dem Iran und den USA durch den entlastenden CIA-Bericht NIE offiziell vorsichtig entspannt hat, sind einige Beobachter wie etwa der aufmerksame Professor Chossudovsky aus Ottawa deshalb noch weit davon entfernt, Entwarnung zu geben (30.12.2007, Globalresearch.ca).

Als ich zur Erholung wieder einmal auf der nett und liebevoll gestalteten Website des Schönbrunner Zoos in Wien surfte, betrachtete ich besonders das Panda-Tagesbuch, um mich über die Fortschritte des kleinen Fu Long – so heißt das vor kurzer Zeit noch winzige Bärenkind, genau zu informieren (siehe auch Posting). Der kleine Kerl ist inzwischen ordentlich gewachsen und darf zu Beginn des neuen Jahres 2008 zum ersten Mal hinaus (Zoo Schönbrunn).

Der Name Fu Long bedeutet „Glücklicher Drache“, wobei der Drache in China noch einmal das Symbol für besonderes Glück ist. Glück – das werden die Millionen Menschen im Nahen und im Mittleren Osten im kommenden Jahr in großem Ausmaß benötigen. Guten Rutsch in ein schönes und erfolgreiches neues Jahr wünsche ich an dieser Stelle allen Lesern.



Bild: Fu Long

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Arche Noah im Iran entdeckt?

August 12, 2007 um 8:38 pm | Veröffentlicht in Anachronismen, Vom Klima, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte (1. Mose Kap. 7,7-9).

Bis vor kurzem gingen Bibelforscher davon aus, Reste des ältesten und bekanntesten Schiffes der Welt, der Arche Noah, auf dem Berg Ararat im Osten der Türkei gefunden zu haben.

Doch seit kurzem entstand die Theorie, die Arche Noah könnte ostwärts geschwommen und auf einem Berg im Iran gelandet sein, und zwar auf Mount Suleiman in der Elburz-Gebirgskette. Natürlich meldeten sich gleich Skeptiker, die Zweifel an dieser Theorie äußerten (5.7.2006, National Geographics).

Es wird wohl, unabhängig ob alte Holzteile jetzt auf dem Berg Ararat oder auf dem Berg Suleiman gefunden wurden, kaum möglich sein, herauszufinden, wieviel Wahrheitsgehalt in dieser schönen, alten Legende überhaupt enthalten ist.

Tatsache aber ist, dass der Iran ein wahres Eldorado für Naturforscher darstellt. Gefunden wurden Schlangen, von denen man glaubte, sie wären ausgestorben, ebenso seltene Eidechsen und Amphibien (20.12.2004, National Geographics).

Im Iran entdeckt wurde unter anderem auch, dass im Iran seit dem zweiten Golfkrieg (1991) noch immer mehr als 200.000 irakische Flüchtlinge leben, die auf eine Rückkehr in ihre Heimat hoffen (16.6.2003, National Geographics).

Bild: Arche Noah

SPS – Solar Power Satellite

August 9, 2007 um 8:38 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Vom Klima, Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar

In einem Rückblick aus dem Jahr 2031 vertraut der Historiker Niall Ferguson im Politikteil schließlich auf die Technik, um den Krieg gegen den Terror irgendwann zu gewinnen (Perlentaucher.de).

):

„Die Einführung von Brennstoffzellen durch die US-Automobilindustrie beendete, in Verbindung mit einer neuen Generation extrem sicherer Kernkraftwerke, Amerikas jahrzehntelange Abhängigkeit vom Öl. Der Einsatz von Nanotechnologie beim Heimatschutz erlaubte eine Rund-um-die-Uhr- Überwachung mutmaßlicher Islamisten mittels winziger Drohnen und unsichtbarer Implantate. Und so endete der Große Krieg für die Demokratie nicht mit dem großen katastrophalen Knall, den so viele beschworen hatten, sondern mit dem kaum wahrnehmbaren Summen einer technologischen Revolution.“

)

Ich sah mich also um, was die USA momentan auf dem Sektor der Alternativenergien zu bieten hat und machte dabei, glaube ich, eine echte Entdeckung.

Doch zunächst fand ich heraus, dass das französische Kernfusionsprojekt ITER den USA mit Aufmerksamkeit verfolgt wird. Es laufen aber auch in den USA Versuche mit Kernfusion.

Manche erinnern sich vielleicht noch an den „Hacker von London“, an Gary McKinnon, der dann an die USA ausgeliefert wurde, um dort ins Gefängnis geworfen zu werden? Er erzählte vor Gericht, er hätte nach Ufos gesucht und dabei eine „Stadt im Weltall“ und „freie Energie“ entdeckt, aber keine Aufzeichnungen machen können, sein Computer wäre beschlagnahmt worden.

Das erinnerte mich an meine Recherchen über die innovative „Wetterwaffe“ der Amerikaner, an HAARP. Mit meinen Nachforschungen konnte ich nicht weiter vordringen als dahin, dass ich nicht ausschließen konnte, dass diese Anlage mittlerweile auf das ursprünglich von Dr. Bernard Eastlund geplante Ausmaß ausgebaut sein könnte. Eine der Bush-KritikerInnen, Amy Worthington, beschreibt, zu welchen haarsträubenden Manipulationen die US-Army im Wetterbereich bereits jetzt fähig sein könnten (Juni 2004, Globalresearch).

Ihre Arbeit ist so gut dokumentiert, dass es sich auszahlt, auch den Fußnoten nachzugehen. Dabei stieß ich auf eine Seite, die die von ihr gemachten Angaben, dass bereits starke Satelitten in den Weltraum gesendet wurden, bestätigt. Von dieser Seite aus kam ich dann zur Homepage der Eastlund Scientific Enterprises Corporation.

Und dort fand ich – „Space City“ von Gary McKinnon! Es kann doch gar nicht anders gewesen sein, als dass dieses Patent, welches bereits 1985 vergeben wurde, doch – vielleicht in kleinerem Ausmaß – realisiert wurde, man sehe sich doch dieses Bild an!

Das auf dieser Seite beschriebene Patent, der „Thunderstorm Solar Power Satellite“, von dem hier steht, es könnte Tornados verhindern und auf die Erde Energie liefern, müsste eigentlich jene „Freie Energie“ liefern, von der Gary McKinnon erzählt hat!

Doch eigentlich ist die Idee, die Sonnenenergie aus dem Weltall durch Mikrowellen auf die Erde zu leiten, und zwar durch SPS (Solar Power Satellite System), gar nicht so neu. Diese Methode SPS (solar power satellite) wurde mittlerweile sogar schon im englischsprachigen Wikibeschrieben.

Dabei senden mit Sonnenkollektoren gespickte Satelliten die aufgenommene Energie durch Mikrowellen auf die Erde. Man forscht mittlerweile sogar in Japan (IEEEXplore). Einige Experten glauben fest daran, mit SPS eine ergiebige und umweltschonende Quelle für Energiegewinnung für die Zukunft gefunden zu haben (NASA)?

Dies passt auch zur Auffassung von Niall Fergusson, dass sich die USA sehr wohl von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen losmachen könnten. Inzwischen zeichnen sich auch noch einige andere Möglichkeiten in diesem Bereich ab. Dazu ein anderes Mal.

Schi fahren in Dubai

Juni 7, 2007 um 11:55 am | Veröffentlicht in Gesellschaft, Middle East, Vom Klima, Wirtschaft, Without Clash | Hinterlasse einen Kommentar

Bedingt durch die Klimaerwärmung müssen immer mehr Schigebiete auf Schneekanonen zurückgreifen. Fans bekannter Schifahrer bedauerten, dass im Vorjahr sogar das bekannte „Hahnenkammrennen“ in Kitzbühl wegen Schneemangels ausfallen musste. Doch vielleicht erschließen sich bereits jetzt für Freunde des Wintersports neue Möglichkeiten?

Für diejenigen, die auch in den heißen arabischen Ländern gerne Schi fahren möchten, stellten Hotelbesitzer in Dubai in temperierten Räumen luxuriöse Möglichkeiten für dieses Hobby zur Verfügung (Radikale Innovation, Slideshow 1: Bilder 17,18, Slideshow 2: Bilder: 23, 24,25):

Eisbären im dritten Jahrtausend

Mai 28, 2007 um 11:28 pm | Veröffentlicht in Middle East, Skandale, Vom Klima, World War IV | 24 Kommentare

Zu den erfreulichen Ereignissen dieses Jahres gehört ohne Zweifel der Auftritt der neuen VIP Knut (VIP =“Very Important Polar Bear“). Fraglos eroberte das Eisbärbaby in den letzten Monaten nicht nur die Herzen der zahlreichen Besucher des sympathischen Berliner Zoos, sondern auch Zeitschriften und Online-Magazine.

Wert darauf, zu seinen Fans gezählt zu werden, legte sogar der bekannte neokonservative Hardliner Newt Gingrich (Republikaner), der sich noch vor wenigen Monaten für eine militärische Lösungen im M.E. im Ausmaß eines weiteres Weltkrieges aussprach: „An Emerging New World War “ (24.8.2006, AEI).

Eben dieser Newt Gingrich behauptete nun bei einer Fernsehdebatte mit Senator John Kerry, sein Name „Newt“ käme ursprünglich von Knut. Zunächst fand ich diese Anekdote so komisch, dass ich davon ausging, dass hier ein lustiger Sketch vorgeführt werden sollte:

„My name, Newt, actually comes from the Danish Knut, and there’s been a major crisis in Germany over a polar bear named Knut,“ he confided. (11.4.2007, Washington Post)

Es besteht aber kein Zweifel daran, dass es sich bei dieser Aussage um ein wortwörtliches Zitat von Newt Gingrich handelt, da im Internet ein Mitschnitt der Debatte aufgerufen werden kann (Minnesota Public Radio, aufrufbar von The Democratic Daily). Fast Tränen lachen musste ich allerdings, als ich mir die wörtliche Übersetzung des Namens „Newt“ ins Deutsche ansah. Der Name bedeutet nämlich …. Ich schreibe das Wort wohl besser nicht auf, da dies sonst einer Beleidigung gleich kommen könnte.

Doch es gab auch jemanden, der sich darüber ärgerte, dass das nette Bärchen gerettet werden konnte, und zwar den „Tierrechtler“ Frank Albrecht, der auch der „Handaufzucht“ des Gorillas Bokito die Schuld gab, als dieser im Zoo Rotterdam ausbrach und etliche Personen verletzte (PR-Inside).

Das Heft, aus dem er zitierte, kann man nur noch aus einem Antiquariat erwerben. Es muss noch vor dem Jahr 1970 entstanden sein, das heißt, es ist eigentlich komplett veraltet und enthält neuere Ergebnisse der Verhaltensforschung noch überhaupt nicht (Antiquariat).

Frank Albrecht vergaß übrigens völlig, darauf hinzuweisen, dass Wildfänge, bei denen manchmal die ganze Familie getötet oder zerstört wird, für Gorillas in freier Wildbahn verheerende Auswirkungen haben (Diane Fossey). Man versucht in der Heimat der großen Tiere, die Bevölkerung wenigstens davon abzuhalten, die Affen überhaupt zu essen. Obwohl spätestens die Haltung von Menschenaffen an die Grenzen der Möglichkeiten eines Zoos stößt, sollte doch kein Tier unnötig getötet werden. An der Stuttgarter Wilhelma werden übrigens Menschenaffenbabies im Rahmen von Arterhaltungsprogrammen mehrfach mit der Hand aufgezogen (Stuttgarter Wilhelma).

Seiner Aussage nach wollte er durch sein Verhalten darauf aufmerksam machen, dass in Zoos – sollte nicht sein – manchmal unerwünschte Tierkinder getötet werden, bzw. anregen, dass in einem Fall, so wie in dem vom kleinen Knut, dessen Mutter ihn nicht annehmen wollte, der Natur freien Lauf gelassen werden sollte (Interview).

Nur ganz kurz: Eine solche Einstellung käme aber gerade solchen Tieren, die sich ohnehin leicht und vielfach fortpflanzen, zu Gute. Schon richtig, viele Detailfragen in Zoos betreffend die Haltung sind noch nicht gelöst. Aber der Naturschutz braucht Geld ebenso wie Unterstützung der Politiker. Die Chancen, dass zufriedene Zoobesucher doch den einen oder anderen Erlagschein ausfüllen oder umweltfreundliche Politik unterstützen, stehen viel größer, als es in einer Gesellschaft der Fall sein könnte, die Tiere nur noch im Fernsehen ansieht.

Bei der anderen Expertin, die Frank Albrecht nach einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2002 zitiert, Dr. Lydia Kolter, handelt es sich um eine anerkannte Expertin, die in ihrer Kritik an der Haltung gefangener Bären allerdings sehr realistisch davon ausgeht, dass gerade Bären besonders oft in kleinen und untauglichen Gehegen gehalten werden. Die von Frank Albrecht angesprochenen „Verhaltenssteoreotypien“ kann der Zoobesucher übrigens selbst leicht erkennen, wenn das betreffende Tier „webt“, das heißt, von einem Bein auf das andere tritt oder ruhelos hin und her läuft. Um derartiges Fehlverhalten vorzubeugen, wurden für Zootiere inzwischen Beschäftigungsprogramme entwickelt. Das Fachwort dafür heißt „Enrichment“. Gerade Frau Dr. Lydia Kolter engagiert sich sehr auf diesem Gebiet und hält mittlerweile Vorträge über das Thema „Enrichment für Bären“ (Zookunft 2005).

Frank Albrecht selbst agiert nicht unter seinem richtigen Namen. Zufällig entdeckte ich in einem Weblog, dass ihn einer der Leser als Frank Höneck, einen ehemaligen Sprecher der PeTA, erkannte (5.4.2007, Tagesspiegel). Es besteht kein Zweifel (Ansichten eines Clowns, SZ).

Die PeTA (People for the Ethical Treatment of Animals), der Schrecken aller vernünftigen Tierschützer, erwarb einen traurigen Bekanntheitsgrad, da die von ihr definierten Ziele und Methoden unrealistisch bzw. zum Teil ungesetzlich sind. Kritisiert wurde die PeTA auch für“Sterbehilfe“ an Tieren in den USA (PeTA kills animals).

Endgültig in Misskredit geriet die PeTA, als sie sich in einem Anfall von Geschmacksverwirrung bemühte, die Massentierhaltung dem Holocaust gleich zu setzen. An dieser Stelle hört bei aller Liebe zum Tier wohl jede Sympathie auf (Mut gegen rechte Gewalt). Es kam sogar zu einer Anzeige, und zwar 2004 wegen Volksverhetzung (Strafanzeige, Warnhinweise)Es ist mir nicht bekannt, wie weit Frank Höneck selbst in einen solchen Skandal involviert war. Aber ein Text von ihm persönlich in einem Weblog sagt wohl aus, wo der Mann steht (vagan.de, dazu auch 4pawsnet).

Es nicht nur sehr schade, dass die PeTA mit ihrem billigen Aktionismus vernünftige und um wissenschaftliche Argumentation bemühte Naturschutzorganisationen in Misskredit bringt, sondern ihr „Wirken“ könnte – wieder ein anderes Thema – sogar zeigen, dass zuviel Toleranz gegen radikale Splittergruppen und Vereine führen eine ziemlich schlechte Idee ist.

Freilich – in erster Linie sollten Eisbären – wie andere Tiere auch – in freier Wildbahn die Möglichkeit haben, ungestört zu leben. Es entspricht aber der traurigen Realität, dass die diese Tiere in freier Wildbahn bedroht sind. Obwohl sie gut schwimmen können, finden die Tiere im Sommer, wenn das Wasser offen ist, zu wenig Nahrung (7.3.2007, Telegraph.co.uk). In einigen Fällen vermischten sich Eisbären sogar mit nordwärts gewanderten Grizzlies. Daraus entstanden dann „Pizzlies„.

Eine amerikanische Umweltschutzgruppe, National Resources Defense Council (NRDC), macht besonders auf die Gefährdung der Eisbären aufmerksam und bietet sogar auf ihrer Homepage unter dem Titel „SOS Polar Bear“ die Möglichkeit, eine Petition mit der Bitte, die Eisbären auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen, an G.W.B. zu schicken (SOS Polar Bear). Ein Vorschlag wurde bereits in den Kongress eingebracht (29.12.2006, The Seattle Times). Die Entscheidung darüber, ob die Eisbären nun wirklich auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt werden, fällt jedoch erst im Jahr 2008 (21.5.2007, Reuters).

„Friend or foe?“ Sobald es um Macht und Geld geht, scheint es also vorbei mit der Freundschaft. Die USA denkt weder an den Schutz der Eisbären noch an Abrüstung, der Zoodirektor aus Rotterdam, in dessen Zoo der Unfall mit Bokito geschah, fürchtet wohl, den Schaden, den das ausgebrochene Tier verursachte, zahlen zu müssen, während sich mit Frank Höneck ein offensichtlich völlig inkompetenter Aktivist eines Vereins, der ohnehin bereits einen schauerhaft schlechten Ruf hat, auf Kosten einiger wehrloser Tiere profilieren will! Es kann, wie man sieht, nicht schaden, die Augen offen zu halten und sich manchen „Tierfreund“ bzw. „Tierschützer“ genauer anzusehen.

Bilder: Porzellan-Knut, Eisbärjunge

Dr. Helen Caldicott

April 30, 2007 um 5:56 pm | Veröffentlicht in Gesellschaft, Middle East, Publikationen, Q´chott, Videos, Vom Klima, Waffen, Wirtschaft, Without Clash, World War IV | Hinterlasse einen Kommentar

Die Ärztin Dr. Helen Caldicott ist die Präsidentin des Nuclear Policy Research Institute, die Gründerin der Gesellschaft Physcians for Social Responsibility, die Gewinnerin des 2003 vergebenen Lannan Prize for Cultural Freedom und eine Anwärterin für den Nobelpreis. Das Smithsonian Insitute ebenso wie das Ladies´Home Journal bezeichneten sie als eine der einflussreichsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Von 19 Universitäten wurden ihr Ehrentitel verliehen. Sie verbringt ihre Zeit in Australien ebenso wie in den USA. Dort engagierte sie sich die letzten dreißig Jahre für eine internationale Kampagne, um die Öffentlichkeit über Gefahren des nuklearen Zeitalters aufzuklären (Quelle).

Genaue Informationen über ihre Person entnehme man folgenden Aufstellungen, ihrer Biographie und ihrem Lebenslauf, der durch detaillierte Angaben über ihre zahlreichen Qualifikationen und Ehrentitel selbst für eine prominente Persönlichkeit weit über den üblichen Rahmen herausragt.

Mir fiel Dr. Coldicott zunächst durch den Artikel „Nuclear Power is still a deadly propossition“ auf, in dem sie sehr überzeugend ihre Bedenken betreffend die Verwendung von Kernenergie schildert (17.8.2004, Globalresearch.ca). Wie man weiß, gehört zu den Problemen im Zusammenhang mit der Energieversorgung westlicher Staaten nicht nur die Frage, wie radioaktiver Müll sicher entsorgt werden könnte, sondern auch die besonders von Umweltschützern geforderte Reduktion des CO2-Ausstoßes. Auch hier setzt Dr. Caldicott an. Das von ihr gegründete Nuclear Policy Research Institute (NPRI) arbeitet an einem sehr ehrgeizigen Plan, an einer „Roadmap for a Zero-CO2 Energy Future„.



Ihrer Meinung nach geht die Entwicklung der Atomwaffen in eine völlig falsche Richtung, die weder der Sicherheit noch der Wirtschaft dient. Dr. Helen Caldicott befürwortet eine umfangreiche Abrüstung und Vernichtung der bestehenden Atomwaffen.

Zu den Plänen der jetzigen US-Regierung gehört auch die Aufrüstung im Weltall. Eingeführt wurde dieses Projekt unter Ronald Reagan unter dem Namen SDI oder Star Wars. Die Verlagerung hochentwickelter Rüstungstechnologie in den Weltraum lässt sich nicht so ohne weiteres als unbedenklich einstufen. Bereits bis jetzt entstanden erhebliche Schäden in der Atmosphäre. Auch darüber handelt eines ihrer Bücher.

Dr. Helen Caldicott ist Mutter dreier Kinder. Dies könnte sie ebenso wie eine andere Veröffentlichung betreffend Schäden an ungeborenen Kindern durch radioaktive Strahlung, für die sie das Vorwort verfasste (Gayle Greene, The Woman Who Knew Too Much: Alice Stewart and the Secrets of Radiation), motiviert haben, am Schicksal der durch die Anwendung radioaktiv verseuchter Munition erkrankter oder behinderter Kinder in Kriegsgebieten besonders Anteil zu nehmen. Sie arbeitet mit dem Traprock Peace Center zusammen und setzt sich dafür ein, dass dieser unglaubliche Skandal der Öffentlichkeit bekannt wird:

Helen Caldicott on Depleted Uranium

Es ist nicht so einfach, Gesundheitsschäden durch den Einsatz von DU zu beweisen, wie es auf ersten Blick aussieht. Die Soldaten sind während ihrer Einsätze vielen gefährlichen Einflüssen ausgesetzt. So sind z.B. die verordneten Impfungen wie die gegen Anthrax oft nicht ohne Nebenwirkungen und die Soldaten kommen auch vielfach mit anderen gefährlichen Chemikalien in Berührung.

Mittlerweile konnte der Verdacht, dass der Kontakt mit DU zu sehr schädlichen Langzeitwirkungen führt, dass die Anzahl der Missbildungen bei ungeborenen Kindern und insgesamt die Krebsrate in den Kriegsgebieten ansteigt, durch exakte, wissenschaftlichen Kriterien entsprechende Untersuchungen untermauert werden (siehe auch Posting). Von Dr. Helen Caldicott erhältlich ist ein Dokumentarfilm auf DVD zu diesem traurigen Thema, und zwar „Poison Dust“:

This is a full-length documentary film that takes a close look at the dangers of radioactive Depleted Uranium Weapons to innocent civilians and our own troops. Could U.S. troops serving in Iraq or elsewhere come home severely damaged-even if they avoided getting killed or wounded? Poison Dust tells the story of young soldiers who thought they came home safely from the war, but didn’t.

Als Friedensaktivistin unterzeichnete Dr. Helen Caldicott zusammen mit Mr Hans-Christof Von Sponeck, dem UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak von 1998 -2000, und anderen Prominenten auch die Kuala Lumpur Declaration vom 17.12.2005, die die Absicht beinhaltet, Krieg in Zukunft zu kriminalisieren. Auf den folgenden Videos spricht sie über die Gefahren der Aufrüstung und eines weiteren Atomkrieges:






Bücher:

  • Helen Coldicott, Nuclear Power is not the Answer; New Press, 2006
  • Helen Coldicott, The new nuclear danger: George W. Bush’s Military-Industrial Complex, Revised and Updated Edition, New Press, 2004
  • Helen Caldicott, Craig Eisendrath, War in Heaven: Stopping the Arms Race in Outer Space Before It’s Too Late, New Press 2007
  • Rosalie Bertell, Helen Caldicott, Poison Dust, 2006
  • Helen Coldicott, If you love this planet, W. W. Norton & Company, 1992
  • Helen Coldicott, Nuclear Madness: What You Can Do, W. W. Norton & Company, Revised edition, 1994
  • Helen Caldicott, Atomgefahr USA Die nukleare Aufrüstung der Supermacht, Diederichs GmbH & Co. KG, Verlag Eugen, 2003 (deutsch)

Homepage: Nuclear Research Institute

Bilder: Dr. Helen Caldicott, Poison Dust

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